Der VfL Bochum hat Mittelfeldspieler Alexander Merkel verpflichtet. Die Transferaktivitäten des Zweitligisten sind damit noch nicht abgeschlossen.

VfL Bochum

Auf Alexander Merkel ruhen viele Hoffnungen

Michael Eckhardt
15. August 2016, 20:55 Uhr

Der VfL Bochum hat Mittelfeldspieler Alexander Merkel verpflichtet. Die Transferaktivitäten des Zweitligisten sind damit noch nicht abgeschlossen.

Nach Innenverteidiger Pawel Dawidowicz (21), den der VfL Bochum für ein Jahr von Benfica Lissabon ausgeliehen hat, stößt mit Alexander Merkel auch ein Mittelfeldspieler zum Zweitligisten. Der 24-Jährige kommt ablösefrei, wie es heißt, vom italienischen Zweitligisten AC Pisa und hat in Bochum einen Zweijahres-Vertrag - bis 2018 - unterschrieben.

Noch zum Monatsanfang hatte VfL-Trainer Gertjan Verbeek gesagt, dass er „für diesen Moment nicht viel Auswahl“ habe, inzwischen hat der VfL mit den zwei Verpflichtungen Nägel mit Köpfen gemacht. Damit müssen die Transfer-Aktivitäten in diesem Sommer aber noch nicht beendet sein. „Aktuell“, so Sportvorstand Christian Hochstätter, sei zwar nichts geplant, aber es „kann sein, dass wir noch auf einer Position nachdenken“. Dabei wird es sich um einen Flügelspieler handeln, schließlich ist noch überhaupt nicht abzusehen, wann seriös mit den Rekonvaleszenten Selim Gündüz und Arvydas Novikovas im Wettkampfbetrieb gerechnet werden kann. Allerdings haben die Bochumer für diese Position derzeit noch nicht die Alternative gefunden, so Hochstätter, „wo wir sagen: Das ist es“.

Von Merkel sind die Bochumer jedenfalls überzeugt, auch wenn der Mittelfeldmann in der vergangenen Saison wegen eines Kreuzbandrisses nur ein Spiel für Udinese Calcio in der Serie A absolvieren konnte und auch vorher in der Schweiz nicht allzu viele Gelegenheiten bekommen hatte, sein Können zu beweisen. Sechsmal lief der in Almaty (Kasachstan) geborene Merkel für die Gasshoppers Zürich auf.

In Bochum verspricht man sich gleichwohl viel von dem technisch beschlagenen Weltenbummler, der den VfB Stuttgart bereits mit 17 Jahren verlassen hatte, beim großen AC Mailand spielte, dann auch in Genua und sogar in England - beim FC Watford.

„Er lebt von seinen technischen Fähigkeiten“, sagt Christian Hochstätter, der nicht glaubt, dass die fehlende Praxis ein dauerhafter Nachteil für Merkel sein wird. „Wir haben ja keine schlechten Erfahrungen gemacht“, sagt der Sportvorstand und verweist auf Thomas Eisfeld, der beim FC Fulham auch kaum in Erscheinung getreten war, sich nach seinem Wechsel zum VfL zwar schnell integrierte, aber auch eine gewisse Zeit benötigte, um in Sachen Fitness und Taktik auf Augenhöhe zu kommen.

„Hätte er mehr gespielt, wäre er jetzt nicht beim VfL Bochum“, sagt Hochstätter und bringt damit auf den Punkt, worum es geht: Der VfL muss seine „Stars“ schon selber entwickeln. Ob das mit Alexander Merkel gelingt, bleibt abzuwarten. In Bochum wird er als „Box-zu-Box“-Spieler zwischen den Strafräumen in Konkurrenz treten zu Marco Stiepermann und Thomas Eisfeld. Unabhängig von seinem Potenzial gilt dieses Hochstätter-Wort: „Er muss sich schon durchsetzen.“

Autor: Michael Eckhardt

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