Neue Liga, altes Problem: Der FC Kray wird sich schwer tun, nach der Abstiegs-Saison wieder in den Siegmodus zu kommen.

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Kray findet zu lange keinen Zugriff

Ralf Wilhelm
14. August 2016, 18:55 Uhr
Foto: Michael Gohl

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Neue Liga, altes Problem: Der FC Kray wird sich schwer tun, nach der Abstiegs-Saison wieder in den Siegmodus zu kommen.

Zum Auftakt der Oberliga-Saison kam mit dem TV Jahn Hiesfeld auch ein echtes Kaliber auf das Team von Trainer Stefan Blank zu. Die 1:2-Heimniederlage gegen die Gäste von Neutrainer Georg Mewes war somit am Ende durchaus achtbar, hätte nach der ersten Halbzeit noch schlimmer ausfallen können.

Die Vorzeichen bei den Krayern vor Anpfiff waren denkbar schlecht: Für Mittelfeldmann Edin Husic lag für das erste Spiel noch nicht die Freigabe des bosnischen Fußballverbands vor, Nebenmann Marius Müller plagt sich noch immer mit der Leiste herum. Und das gegen einen Gegner, der von Beginn an presste und die Gastgeber gar nicht durchdacht aus der eigenen Hälfte kommen ließ.

22 Spieler hatte Mewes auf dem Mannschaftsbogen, offensichtlich aber niemanden dabei, der Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor besaß. Was Ioannis Alexiou (12.), zweimal Pascal Spors (16., 17.) und Kevin Menke (36.) nicht schafften, wäre fast FCK-Verteidiger Christian Mengert gelungen (25.), dessen Klärungsversuch zur Ecke fast im eigenen Tor gelandet wäre. Hiesfeld hätte zur Pause schon ein komfortables Polster sich anlegen können, ging aber noch in Führung: Nach Ecke kam Spors (42.) völlig frei zum Kopfball und netzte unter die Latte ein.

„Nach dem Riesenspiel in der ersten Halbzeit kam bei uns in der Kabine schon Euphorie auf, vor der ich gewarnt habe“, so Mewes anschließend. Außerdem: „Der FC Kray ist ja keine Jägertruppe.“ So kam es: Nachdem sich Dennis Wichert im Zweikampf einen Muskelfaserriss zuzog, ging Kevin Steuke auf rechts gedankenschnell durch, seinen Rückpass von der Torlinie brauchte Ilias Elouriachi (48.) nur noch abzuschließen. Mit Steuke war auf der rechten Seite mehr Bewegung eingewechselt worden, allerdings musste hiefür Giro Tomasello mit Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung schon früh das Handtuch werfen. „Nach der ersten Halbzeit, als wir keinen Zugriff auf den Gegner bekamen, lief es genau umgedreht“, war Trainer Blank wenigstens mit Hälfte zwei zufrieden.

Ein kapitaler Zweikampffehler von Alessandro Tomasello im Mittelfeld, der die „Tür“ für den Konter aufmachte, kostete am Ende den möglichen Punktgewinn. Kevin Menke ging durch und ließ mit seinem Flachschuss Torhüter Marian Ograjensek (73.) keine Abwehrchance. Konsequent beendet – und am Ende auch verdient.

Autor: Ralf Wilhelm

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