Das Bochumer Westfalenliga-Derby zum Saisonauftakt wurde von beiden Seiten mit Spannung erwartet – rund 530 Zuschauer säumten den Platz an der Glücksburger Straße.

WL 2

Concordia Wiemelhausen zahlt Lehrgeld in Hordel

Felix Kannengießer
14. August 2016, 20:07 Uhr
Foto: Dietmar Wäsche

Foto: Dietmar Wäsche

Das Bochumer Westfalenliga-Derby zum Saisonauftakt wurde von beiden Seiten mit Spannung erwartet – rund 530 Zuschauer säumten den Platz an der Glücksburger Straße.

Am Ende war es eine klare Angelegenheit, Aufsteiger Wiemelhausen musste gegen die DJK reichlich Lehrgeld zahlen und verlor sein erstes Westfalenliga-Spiel der Vereinsgeschichte mit 0:3.

„Wir waren in den entscheidenden Situationen nicht clever genug und haben zwei Gegentore selbst vorbereitet. Mit dieser Leistung können wir nicht zufrieden sein, aber es war der erste Spieltag – Wir können es besser“, meinte Concordia-Trainer Jürgen Heipertz. Sein Gegenüber Marcel Bieschke freute sich einfach über „ein super Spiel, in dem wir taktisch richtig gut gearbeitet haben.“

Wiemelhausen begann die Partie nervös. In den ersten Minuten schlichen sich immer wieder kleinere Fehler ein, aus denen Hordel allerdings zunächst keinen Profit schlagen konnte. Ein Freistoß von Ron Berlinski sorgte erstmals für Gefahr. Wenig später stand der Stürmer wieder im Fokus, als er nach einem Ballgewinn im Strafraum sofort abschloss und somit das Ergebnis auf 1:0 stellte (13.).

Der Hordeler Führungstreffer weckte die Hausherren, die ihre Nervosität nun Stück für Stück abstreiften. Durch zwei Ecken von Pascal Groß kam die Concordia auch zu ersten Chancen, Henning Wartala und Christopher Schmidt verpassten aber den Ausgleich, ebenso wie Pascal Groß, der es aus der Distanz versuchte.

Mitten in die Wiemelhauser Druckphase hinein trafen die Gäste erneut: Hordel kombinierte sich mit schönem Kurzpassspiel über drei Stationen durch Concordias Abwehrverbund, Berlinski schloss die mustergültige Vorlage von Johannes Debski zum 2:0 ab.

Nach dem Seitenwechsel brachte Heipertz Iliass Adinda und Jan Kronies, die dem Offensivspiel der Hausherren noch einmal deutlich Schwung verliehen. Beim Wiemelhauser Publikum flammte die Hoffnung auf den Anschlusstreffer und die mögliche Wende der Partie auf. Doch den ersten Chancen durch Wartala und Kronies folgte abermals die Ernüchterung. Der eingewechselte Keisuke Matsuda erkämpfte sich den Ball auf der linken Seite und brachte ihn ins Zentrum, wo Berlinski zum dritten Mal an diesem Tage ein dankbarer Abnehmer war (60.).

Das Spiel, es hätte wohl noch lange weiter gehen können, ohne dass der Concordia ein Tor gelungen wäre. Fünf Chancen reichten Wiemelhausen jedenfalls in der Schlussphase nicht mehr zum Anschlusstreffer. Bezeichnend dafür war die letzte Möglichkeit, die Kronies vor dem leeren Tor vor den Außenpfosten setzte.

Autor: Felix Kannengießer

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