Die personelle Not spiegelte sich im Ergebnis aber mal so überhaupt nicht wider.

Westfalenliga I

Traumstart des SV Schermbeck

Ralf Pollmann
14. August 2016, 17:15 Uhr
Foto: Heiko Buschmann

Foto: Heiko Buschmann

Die personelle Not spiegelte sich im Ergebnis aber mal so überhaupt nicht wider.

Mit dem 3:0 (0:0) bei Viktoria Heiden legte Fußball-Westfalenligist SV Schermbeck einen vollauf gelungenen Start in die neue Saison hin. Doch das klare Ergebnis täuschte schon ein wenig über den wahren Spielverlauf hinweg. Eine „Ampelkarte“ gegen einen Akteur der Gastgeber (78.) sowie zwei Kontertore in der Schlussphase trugen maßgeblich zum optimalen Auftakt des Oberliga-Absteigers bei.

„Wir haben verdient gewonnen, aber es geht mit Sicherheit besser“, stellte Trainer Christoph Schlebach nach dem Abpfiff fest. Besonders zwischen der 30. und 69. Minute hatte der 48-Jährige eine ereignisarme Partie gesehen, in der sich die Kontrahenten in der ungefährlichen Zone des Spielfeldes neutralisierten. „Für uns war dann der sehenswerte Führungstreffer erlösend“, so der Schermbecker Coach.

Bis dahin war es allerdings ein langer Weg. Im Angriff hatte Schlebach Neuzugang Marc Schröter aufgeboten trotz dessen Beschwerden aufgrund eines Blutergusses auf dem Fuß. „Es musste irgendwie gehen. Er wurde fit gespritzt und hat auf die Zähne gebissen“, erzählte der SVS-Coach. Dem 22-Jährigen war die Blessur schon anzumerken, sein Trainer sah ihn höchstens bei 70 Prozent des Leistungsvermögens.

Doch im entscheidenden Moment war Marc Schröter genau am richtigen Platz. Kapitän Tuncay Turgut setzte Patryk Niedzicki in Szene, der frei vor dem Viktoria-Keeper auf den einschussbereiten Schröter legte (69.). Kurz zuvor hatte Schlebach taktisch umgestellt und Niedzicki von hinten rechts nach vorne beordert. Eine Maßnahme, die sich prompt auszahlte.

Bis zu dem Zeitpunkt war der Gast allein durch Raphael Niehoff (23.) und Semih Esen (28.) gefährlich vor das Heidener Tor gekommen. Die Platzherren entwickelten nur bei Standards so etwas wie Torgefahr. Nach der Führung und den zwei Gelben Karten gegen einen Heidener Akteur innerhalb weniger Sekunden (Foulspiel/Ball wegschlagen) nutzte der SV Schermbeck die sich nun bietenden Räume für die entscheidenden Konter. Evans Ankomah-Kissi schickte Niedzicki (87.) und Kevin Ewald verwertete ein Zuspiel von Max Bönighausen, das Semih Esen geschickt passieren ließ (90.). Ewald und Esen verdienten sich auch ein Sonderlob des Schermbecker Trainers.

Autor: Ralf Pollmann

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