Die Ursache für die 0:4-Niederlage war bei Rot-Weiss Essen schnell ausgemacht. RWE hat ein Sturmproblem.

RWE

Rückkehrer Ivan vermisst das Quäntchen Glück

14. August 2016, 10:58 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Die Ursache für die 0:4-Niederlage war bei Rot-Weiss Essen schnell ausgemacht. RWE hat ein Sturmproblem.

Dreimal kam Viktoria Köln gefährlich vor das Tor von [person=12310]Niclas Heimann[/person], viermal war die Kugel drin. Sieht man von der direkt verwandelten Ecke durch [person=6000]Kevin Holzweiler[/person] in der 12. Minute einmal ab, dann benötigten [person=5007]Lukas Nottbeck[/person], [person=2950]David Jansen[/person] und [person=6741]Tim Golley[/person] lediglich drei klare Chancen, um der Mannschaft von Sven Demandt die erste Niederlage der Saison beizubringen. Eine Auswertung der Kategorie „gnadenlos“. Und genau die fehlte auf der anderen Seite.

Zwar verwies Essens Trainer auf die in [person=1574]Mike Wunderlich[/person] und Jansen personifizierte Qualität in der Kölner Offensive, doch letztlich war seine Mannschaft mit den sich zahlreich bietenden Möglichkeiten fahrlässig umgegangen. Es liegt auf der Hand: In der Offensive drückt der Schuh. Schließlich fallen mit [person=4548]Frank Löning[/person] und [person=3757]Kamil Bednarski[/person] zwei Stürmer aus, deren Format im oberen Drittel der Regionalliga anzusiedeln ist.

Immerhin: Mit [person=22610]Andreas Ivan[/person] hat Demandt im Angriff eine zusätzliche Option, wenngleich der rumänische Junioren-Nationalspieler in der Vorbereitung nicht so mitwirken konnte, wie er es sich vorgestellt hatte. Erst zu Beginn der vergangenen Woche war der 22-jährige, der im letzten Winter von den Stuttgarter Kickers an die Hafenstraße gekommen war, wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

„Ich bin bei 100 Prozent“, versicherte Ivan nach dem Köln-Spiel, fügte aber hinzu, dass ihm seine eigene Verfassung in der Nachbetrachtung nicht so wichtig war wie die der Mannschaft: „Was zählt, ist die Teamleistung.“ Die war gegen die Domstädter vor allem in den ersten 45 Minuten mehr als ordentlich.

Warum jedoch in der Offensive so gar nichts funktionieren wollte – darüber konnte der Flügelspieler auch nur laut grübeln: „Wir wissen unsere Laufwege, spielen jeden Tag miteinander und kennen uns.“ Von dem ehemaligen Stuttgarter, der beim 0:0 in Wuppertal für [person=29636]Kasim Rabihic[/person] in die Partie gekommen war, konnte bei dessen Startelf-Debüt natürlich noch keine derartige Coolness vor dem gegnerischen Kasten erwartet werden.

Geht es nach Ivan, so soll die Flaute im Angriff aber nicht länger anhalten: „Wenn das Quäntchen Glück am Ende auf unserer Seite ist, machen wir auch wieder unsere Tore.“

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