Bis zur 50. Minute hatte die Kölner Viktoria beim 4:0 (1:0) gegen RWE große Probleme mit den bis dahin frech aufspielenden Essenern.

Viktoria Köln

Keeper Kühn überragt und leidet mit RWO

Christian Brausch
14. August 2016, 08:20 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Bis zur 50. Minute hatte die Kölner Viktoria beim 4:0 (1:0) gegen RWE große Probleme mit den bis dahin frech aufspielenden Essenern.

Bis zu diesem Zeitpunkt konnten sich die Höhenberger bei ihrem Keeper Philipp Kühn bedanken, der die Gäste mit tollen Reflexen auf der Siegerstraße gehalten hatte. Unter anderem entschärfte er beste Möglichkeiten von Patrick Huckle, Kevin Grund oder Marcel Platzek. Daher gab es nach dem Spiel auch ein Sonderlob von Trainer Marco Antwerpen. "Philipp hat überragend gehalten."

Der ehemalige Sandhausener Schlussmann bilanzierte: "Wir sind nach einem Standard in Führung gegangen. Danach hat Essen das sehr gut gemacht. Wir haben hinten raus nicht sauber gespielt. Es war wichtig, dass wir die Druckphase überstanden haben. Wir selber haben dann klasse zugeschlagen. Mit dem 3:0 war die Sache gegessen."

Speziell die Konter der letzten drei Treffer zeigten, was für eine Qualität in der Kölner Mannschaft steckt. Kühn sah das alles von hinten und war begeistert von seinen Vorderleuten: "Wir haben gezeigt, was wir alles abrufen können. Wir sind immer für mindestens ein Tor gut. Wie wir das rausgespielt haben, das war überragend."

Und hinten hatte Kühn immer "ein gutes Gefühl." Auch in der Phase, in der die Gäste ins Schwimmen gerieten. Warum? "Weil ich gerne in Essen spiele. Bisher habe ich fast nur positive Erinnerungen an das Stadion." Auch am Samstag ging er mit einem Lächeln aus dem Stadion. Und das, obwohl nur wenige Kilometer weiter in Oberhausen gerade die große Krise ausgebrochen ist. Der Ex-Keeper der Kleeblätter hat immer noch viele Freunde in Oberhausen. Und daher hat er natürlich auch eine Meinung zum RWO-Fehlstart: "Ich war bei zwei der vier Partien vor Ort. Das tut mir leid für die Jungs, das ist wirklich bitter. Aber ich denke, die kommen da unten wieder raus. Der Verein muss Geduld haben, ich drücke dem Team die Daumen."

Während Oberhausen im Keller steckt, geht es für die Kölner langsam nach oben. Platz vier nach dem vierten Spieltag. Kühn bilanziert: "Jetzt sind wir langsam drin. Wir haben zuvor nur nicht alles über 90 Minuten abgerufen und individuelle Fehler begangen. Jetzt ist mit uns zu rechnen."

Autor: Christian Brausch

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