Im vierten Saisonspiel gab es für den Regionalliga-Aufsteiger das dritte Unentschieden.

RL West

TSG Sprockhövel mit Achtungserfolg in Aachen

Heiner Wilms
13. August 2016, 20:46 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Im vierten Saisonspiel gab es für den Regionalliga-Aufsteiger das dritte Unentschieden.

Und der Punkt, den die TSG am Samstagnachmittag gewann, verdient Beachtung. Denn die Sprockhöveler erkämpften sich auf dem Tivoli ein 0:0 gegen Alemannia Aachen.

In Stadien, die mehr als 30 000 Zuschauer fassen, hat die TSG zuvor noch nicht gespielt. Es waren am Samstag zwar „nur“ 5 300 Fans auf dem Tivoli, doch auch diese Kulisse dürfte die Sprockhöveler beeindruckt haben. Das merkte man den Spielern auf jeden Fall an, denn die TSG begann nervös. Schon nach wenigen Sekunden leistete sich Innenverteidiger Cedric Mwondo im eigenen Strafraum einen Wackler, doch das muss man einem 18-Jährigen in einem solchen Spiel wohl zugestehen. Und Mwondo fing sich ja auch ganz schnell wieder, denn nur zwei Minuten später klärte er im Strafraum gegen Aachens Daniel Hammel ganz souverän.

Natürlich hatte Aachen mehr vom Spiel, doch der ehemalige Bundesliguist tat sich gegen die diszipliniert und leidenschaftlich verteidigenden Gäste schwer. Und wenn die Alemannia dann einmal zum Abschluss kam, dann war TSG-Torwart Robin Benz zur Stelle. Benz steigerte sich im Verlauf des Spiels immer mehr und pflückte die Bälle nach Aachener Flanken und Ecken mit großer Selbstverständlichkeit herunter. Die tolle Vorstellung von Sprockhövels Nummer eins lobte dann auch Trainer Andrius Balaika nach dem Spiel noch einmal ausdrücklich. „Das war heute herausragend. Wir wissen, was wir an ihm haben“, sagte Balaika.

In der 28. Minute hätte Aachen den starken TSG-Keeper aber überwinden müssen. Denn da wurde Philipp Gödde schön freigespielt. Gödde versuchte es dann mit einem Heber, doch die Ausführung war mangelhaft. Der Ball strich am rechten Pfosten vorbei.

Während sich die Aachener in der Offensive erfolglos mühten, wurden die Sprockhöveler mutiger. Vor allem Christian März, der schon am Dienstag im Spiel gegen Verl ein Aktivposten war, spielte stark auf. Doch bei seinen Abschlüssen bekam er, ebenso wie Max Claus, keinen richtigen Druck hinter den Ball.

Die beste Chance in der ersten Halbzeit hatte auf TSG-Seite aber Adrian Wasilewski. Was wohl als Flanke gedacht war, entwickelte sich schließlich zu einen gefährlichen Torschuss. Aachens Torwart Pascal Nagel unterschätzte die Situation offensichtlich ein bisschen, denn der Ball klatschte noch an die Latte.

Nach der Pause machten die Aachener dann richtig Druck. Darauf hatten sich die Sprockhöveler eingestellt, und diesmal überstanden sie die kritische Phase im Gegensatz zum Dienstagspiel gegen Verl auch schadlos. Natürlich hatte die TSG in einigen Szenen bei Chancen von Philipp Gödde, Daniel Hammel und Florian Rüter auch großes Glück, doch die Gäste erkämpften sich dieses Glück mit großer Leidenschaft und konnten sich im Zweifelsfall immer auf Robin Benz verlassen.

Und mit richtig viel Glück hätte das Spiel auf dem Tivoli sogar gewonnen werden können. So war Christopher Antwi-Adjej in der 67. Minute schon auf dem Weg zum Tor, wurde dann aber von Aachens Jannik Löhden recht unsanft gestoppt. Mit der Gelben Karte für den Aachener war der TSG-Anhang in dieser Szene überhaupt nicht einverstanden, die Sprockhöveler Fans forderten einen Platzverweis. Aber nicht nur Antwi-Adjej hätte treffen können, ganz dicht dran am 1:0 für die TSG war nach einem Konter über Tim Oberdorf und Christian März in der 72. Minute Emre Demir, der aber dann aus ganz kurzer Distanz an Pascal Nagel scheiterte.

Aber letztlich konnte der Aufsteiger mit dem 0:0 absolut zufrieden sein. Und so bedankte sich dann Andrius Balaika, der am Freitag 38 Jahre alt wurde, bei seiner Mannschaft artig für ein verspätetes Geburtstagsgeschenk.

Autor: Heiner Wilms

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