Am Sonntag gibt es ein Wiedersehen zwischen Rot-Weiss Essen und dem ehemaligen Trainer Jan Siewert. Der Coach ist allerdings nicht nachtragend.

U19-Bundesliga

Siewert hegt keinen Groll gegen RWE

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13. August 2016, 11:01 Uhr
Foto: Joachim Haenisch

Foto: Joachim Haenisch

Am Sonntag gibt es ein Wiedersehen zwischen Rot-Weiss Essen und dem ehemaligen Trainer Jan Siewert. Der Coach ist allerdings nicht nachtragend.

Man sieht sich immer zweimal im Leben - mindestens. Wenn die U19-Fußballer von Rot-Weiss Essen am Sonntag beim VfL Bochum in die Bundesliga starten, gibt es ein Wiedersehen mit Jan Siewert (33), der zehn Monate lang Chefcoach beim Essener Fußball-Regionalligisten war und dann Anfang April entlassen wurde. Nun arbeitet Siewert mit den Bochumer A-Junioren in der Bundesliga und ist gleichzeitig Assistent von Gertjan Verbeek bei den Zweitliga-Profis.

Jan Siewert, wie geht’s Ihnen in Bochum?
Sehr gut. Wie Sie sehen, meine Frau und ich fühlen uns im Ruhrgebiet sehr wohl. Die familiäre Situation war auch mit ein Kriterium, hier zu bleiben.

Ist es nicht auch ein bisschen leichter zu arbeiten, wenn man nicht ständig in der Öffentlichkeit steht?
Das macht für mich keinen Unterschied. Darum ging es mir auch gar nicht. Es geht nur um den Job. Ich hatte zwar auch Angebote aus dem Seniorenbereich, aber auch das ist mir egal. Meine Aufgabe ist es hier, möglichst viele Talente an die erste Mannschaft heranzuführen. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, zumal ja auch unsere Profis ambitioniert sind. Allein acht meiner Spieler werden schon im Profi-Kader geführt. Und Gertjan Verbeek hat eine Spielidee, die mit meiner absolut übereinstimmt.

Den Job haben sie in Essen nach nicht einmal einem Jahr verloren. Wie ist das Verhältnis heute zu RWE?
In meiner Zeit in Essen waren wir leider nicht erfolgreich. Ich musste gehen, aber ich hege deshalb keinen Groll gegenüber Rot-Weiss. Das war damals eine ganz faire Geschichte. Ich wünsche dem Klub alles Gute und dass es endlich mit dem Aufstieg klappt.

Am Sonntag treffen sich mit ihrer A-Jugend auf Rot-Weiss. Das ist schon etwas anderes für Sie als beispielsweise ein Auftakt gegen Duisburg, oder?
Ja, schon. Ich freue mich jedenfalls, ein paar bekannte Gesichter wiederzusehen. Allerdings kenne ich die Essener Mannschaft kaum noch. Aus meiner Zeit sind ja nicht mehr so viele Spieler dabei. Dennoch wird es sicherlich ein interessanter Auftakt.

Autor: we

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