Unaufgeregt, bescheiden, solide – Jan-Steffen Meier steht mit seiner Art zu spielen Pate für die Defensivstärke von Rot-Weiss Essen.

Jan-Steffen Meier

Unaufgeregt, bescheiden, solide

10. August 2016, 07:27 Uhr
Foto: Tillmann

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Unaufgeregt, bescheiden, solide – Jan-Steffen Meier steht mit seiner Art zu spielen Pate für die Defensivstärke von Rot-Weiss Essen.

Es brauchte lediglich zwei Spiele, um festzustellen, dass sich bei RWE etwas Grundlegendes verändert hat. Wie die Mannschaft von Sven Demandt in Wiedenbrück trotz einer Phase von 15 schwächeren Minuten sicher stand und dann noch das 2:0 erzielte, war ordentlich. Nach dem 0:1-Rückstand gegen Aufsteiger Bonner SC zwei Tore zu schießen, war wiederum nicht weniger beeindruckend.

Hier und da wurde gemunkelt, dass man mindestens eine der beiden Auftaktbegegnungen in der vergangenen Saison noch vergeigt hätte. Ob das so ist, sei dahingestellt. Fakt ist aber: Vor der mit Philipp Zeiger und Gino Windmüller bereits hochkarätig besetzten Innenverteidigung hat Sven Demandt mit Jan-Steffen Meier einen mehr als soliden „Sechser“ installiert, der vor der Viererkette massiv für Entlastung sorgt.

Darauf nach dem 0:0-Remis in Wuppertal angesprochen, gab sich der 24-jährige Neuzugang von der SG Wattenscheid 09 zurückhaltend: „Sich selbst zu beurteilen ist immer schwierig. Ich bin froh, dass ich verletzungsfrei geblieben bin und immer spielen konnte.“

Neben dem Platz die Ruhe selbst, sorgte er auch in den ersten drei Liga-Begegnungen mit dafür, dass die Defensive der Essener nie in große Bedrängnis geriet. Und das war gegen seinen alten Verein, bei dem er in der Jugend ausgebildet worden war, nicht von vornherein selbstverständlich. Schließlich hatte die Mannschaft von Stefan Vollmerhausen bis dato schon fünf Treffer erzielt, noch dazu bewiesen, dass sie auch durch Tore in der letzten Sekunde spät den „Lucky Punch“ setzen kann.

Nun war Rot-Weiss als klarer Favorit zu den Bergischen gereist und eigentlich hätte man erwartet, dass die Elf von Sven Demandt gleich zu Beginn an ihre Offensivstärke aus den beiden vorherigen Spielen anknüpfen würde. „Vorne hat uns Frank Löning ein bisschen gefehlt, um die Bälle festzumachen“, begründete Meier die Tatsache, dass seine Kollegen im Angriff erst ein wenig Zeit benötigten, um in Fahrt zu kommen.

Auch ein Resultat der Wuppertaler Defensive, die in den Augen des 24-Jährigen ebenfalls stark agiert hatte: „Wuppertal hat das gut gemacht, sie haben uns früh attackiert, wir haben uns gegen sie schwergetan.“

Fast hätte der WSV am Dienstagabend zu spüren bekommen, wie sich so ein Gegentor in der Schlussphase anfühlt. Beim Treffer von Marcel Platzek aber entschied Schiedsrichter Mitja Stegemann auf Abseits. „Ich weiß es nicht ganz genau, ob es Abseits war oder nicht. Aber insgesamt war es ein gerechtes Unentschieden.“

Da sprach aus Meier wieder seine Bescheidenheit.

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