Rot-Weiß Oberhausen hat den Start in die Regionalliga-Saison komplett verpatzt. Nun warten zwei Schwergewichte der Liga auf die Kleeblätter.

RWO

Start der schwarz-gelben Woche

Peter Voss
09. August 2016, 08:07 Uhr

Rot-Weiß Oberhausen hat den Start in die Regionalliga-Saison komplett verpatzt. Nun warten zwei Schwergewichte der Liga auf die Kleeblätter.

Die Pause war kurz. Gerade einmal zwei spielfreie Tage liegen hinter den Regionalliga-Fußballern von RWO. „Das ist auch gut so. Wir wollen so schnell wie möglich wieder af den Platz, um uns endlich das erste Erfolgserlebnis zu holen“, sagt stellvertretend für seine Mitspieler Mittelfeldmotor Alexander Scheelen. Im Heimspiel gegen Alemannia Aachen heute Abend um 19.30 Uhr im Stadion Niederrhein soll endlich der Knoten platzen.

„Die Aachener haben jetzt schon drei Punkte, Dienstag Abend wollen wir die auch haben“, fordert auch der sportliche Leiter Frank Kontny die ersten Zähler der Saison. Mut macht dafür die zweite Hälfte aus dem Spiel in Verl am Samstag. „Wenn wir da anknüpfen und noch eine Ladung draufpacken, können wir den ersten Dreier einfahren“, ist Kontny überzeugt.

Der Stachel aus der Auftaktpleite gegen Ahlen sitzt noch ziemlich tief. Gerade vor den eigenen Fans wollen sich die Kleeblätter für diese Vorstellung rehabilitieren. „Die Fans, die uns nach Verl begleitet haben, haben uns dort klasse unterstützt. Schade, dass wir sie nicht mit einem Tor oder besser noch dem Sieg belohnen konnten“, meinte Trainer Andreas Zimmermann nach der Verl-Partie. Gerade für ihn ein angenehmes Gefühl, nachdem er sich im ersten Spiel gleich Rufe nach seinem Rauswurf anhören musste.
Das könnte sich aber schnell wieder ändern, wenn sich nicht bald ein positives Ergebnis einstellt. Zwar gibt sich etwa Kontny nach außen noch gelassen und sagt: „Wenn es gegen Aachen nicht klappt, dann eben in Dortmund.“ Dort geht es bereits am Freitag weiter. Doch die angespannten und nach dem Schlusspfiff sehr ernsten Gesichter des Vorstands mit Hajo Sommers und Thorsten Binder auf der Tribüne in Verl deuten darauf hin, dass es mit der Ruhe schnell vorbei sein kann.

Nur bei einem heutigen Erfolg kann wieder Druck aus dem Kessel genommen werden. Zimmermann würde am liebsten dabei wieder auf die Mannschaft aus dem Verl-Spiel setzen. Fraglich ist dabei allerdings noch der Einsatz des an der Schulter lädierten Rafael Garcia. Gut möglich außerdem, dass Simon Engelmann diesmal wieder von Anfang an spielt, nachdem mit ihm am Samstag etwas mehr Schwung in das Offensivspiel der Kleeblätter kam. Nachdem er bislang in beiden Spielen jeweils einmal am Aluminium scheiterte, brennt der Angreifer darauf, endlich das nötige Quäntchen Glück zu haben.

Dazu gehört aber auch, dass die Stürmer wie in Verl Güngör Kaya und Raphael Steinmetz besser in Szene gesetzt werden. Zu viele ungenaue Anspiele in die Spitze ließen in der Zentrale keine Gefahr aufkommen. Hier sind auch Robert Fleßers und Alex Scheelen gefordert, die zuletzt unter ihren Möglichkeiten blieben. Gerade gegen die nach eigener Ankündigung abwartend spielenden Aachener wird es schließlich wichtig sein, Räume in der gegnerischen Hälfte zu schaffen. Dafür können auch Daniel Heber und Maik Odenthal auf den Außenverteidigerpositionen sorgen, die ihr Potenzial in Verl in einigen Situationen andeuteten

Autor: Peter Voss

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