Die Regionalliga-Fußballer der TSG Sprockhövel haben nicht lange Zeit, um über die 0:5-Niederlage gegen Rot-Weiss Ahlen am vergangenen Sonntag nachzudenken.

Jetzt kommt Verl

Keine Atempause für Sprockhövel

Heiner Wilms
09. August 2016, 05:07 Uhr
Foto: Volker Speckenwirth

Foto: Volker Speckenwirth

Die Regionalliga-Fußballer der TSG Sprockhövel haben nicht lange Zeit, um über die 0:5-Niederlage gegen Rot-Weiss Ahlen am vergangenen Sonntag nachzudenken.

Denn schon am Dienstag sind sie wieder gefordert – um 19.30 Uhr wird im Baumhof das Heimspiel gegen den SC Verl angepfiffen. Verl gehört mit zwei Siegen neben Rot-Weiss Ahlen, Borussia Dortmund U23 und Rot-Weiss Essen zu den Top-Startern der Liga.

Es war ja klar, dass es für die TSG Sprockhövel in der vierthöchsten deutschen Spielklasse auch Rückschläge geben wird. Und es war zudem klar, dass es auch einige deutliche Niederlagen geben wird. Aber es ist dennoch sehr schmerzhaft, wenn es dann so kommt. Und man kann schon sagen, dass man in Sprockhövel dieses 0:5 noch nicht ganz verdaut und eingeordnet hat.

Fünf Tore besser war Ahlen mit Sicherheit nicht. Auch Ahlens Trainer Mircea Onisemiuc war auf der Pressekonferenz nach dem Spiel voll des Lobes, wenn er von der TSG sprach. Nur kann man sich für so viel Lob nichts kaufen, und man sollte sich auch nicht blenden lassen, denn natürlich spielten die Sprockhöveler mit ihrem extremen Pressing dem Gegner auch in die Karten. Ahlen hatte sich nach 20 Minuten auf die Spielweise der TSG eingestellt und in den dann folgenden 70 Minuten gegen eine weit aufgerückte und ungeordnete TSG-Defensive fünf Tore erzielt. Ganz klar: Sprockhövel musste in diesem Spiel Lehrgeld zahlen. Und wahrscheinlich wird jetzt auch intern über die künftige taktische Ausrichtung diskutiert.

Aber Sprockhövels Trainer Andrius Balaika hatte ja schon vor dem Saisonstart gesagt, dass man sich in der neuen Liga erst einfinden müsse – und dass man den Spielstil womöglich nach einigen Partien neu ausrichten werde. Aber eigentlich würde Sprockhövels Trainer gerne auch künftig den Gegner früh stören. Allerdings muss dann die Defensive stabiler sein. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir hinten so anfällig sind“, sagt Andrius Balaika, dem aktuell allerdings auch die Hände gebunden sind. Denn den Ausfall von drei Innenverteidigern muss man erst einmal verkraften. Bekanntlich fehlen Jan-Niklas Budde (Wadenbeinbruch), Patrick Polk (Bänderverletzung im Knie) und Kapitän Raoul Meister (Probleme am Hüftbeuger und den Adduktoren). Kurzfristig wird keiner der Defensivspezialisten zurückkehren, so dass es auch im Spiel gegen Verl auf eine Innenverteidigung mit Cedric Mwondo und Finn Heiserholt hinauslaufen könnte.

Meister weiter nur im Lauftraining
Die Hoffnungen auf ein schnelles Comeback von Raoul Meister haben sich erst einmal zerschlagen. Es gab zwar den Versuch, wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen, doch aktuell muss sich Sprockhövels Spielführer mit einem Lauftraining begnügen.

Also muss Sprockhövels Trainer mit dem vorhandenen Personal auskommen. Von dem verlangt er aber absoluten Einsatz. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass man in der Regionalliga spielen darf“, sagt Andrius Balaika. „Dafür muss man viel investieren, dafür muss man alles tun. Bei einigen Spielern muss aber noch mehr kommen. Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann werden wir härter trainieren.“

Autor: Heiner Wilms

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren