Im Duell Duisburg gegen Wolfsburg war Marcelinho in doppelter Hinsicht Punktsieger: Er gewann nicht nur mit den „Wölfen“ bei den „Zebras“, sondern triumphierte auch im internen brasilianische Duell gegen Ailton. „Sicherlich habe ich mir mein Debüt in der Bundesliga mit Duisburg auch anders vorgestellt. Wir wollten uns nach dem Sieg in Dortmund auch daheim ordentlich präsentieren, aber es hat nicht viel geklappt. Es tut schon sehr weh, wenn du gleich das erste Heimspiel mit 1:3 verlierst.

Duisburg: Toni wartet auf Startweihe

„Das tut schon sehr weh“

24. August 2007, 11:18 Uhr

Im Duell Duisburg gegen Wolfsburg war Marcelinho in doppelter Hinsicht Punktsieger: Er gewann nicht nur mit den „Wölfen“ bei den „Zebras“, sondern triumphierte auch im internen brasilianische Duell gegen Ailton. „Sicherlich habe ich mir mein Debüt in der Bundesliga mit Duisburg auch anders vorgestellt. Wir wollten uns nach dem Sieg in Dortmund auch daheim ordentlich präsentieren, aber es hat nicht viel geklappt. Es tut schon sehr weh, wenn du gleich das erste Heimspiel mit 1:3 verlierst.

Aber der Dreier für Wolfsburg geht in Ordnung“, muss auch der „Kugelblitz“, der nach dem Match auch den Trikottausch mit Marcelinho vollzog, den Erfolg seines Landsmanns und der VW-Städter neidlos anerkennen. Sehenswert war nicht nur sein Treffer zur 1:0-Führung, sondern auch seine Vorbereitungen der anderen beiden Treffer. „Er ist halt ein klasse Fußballer, den du keine Sekunde aus den Augen lassen darfst und der nicht viel Platz braucht. Das Tor in den Winkel hat er fast aus dem Stand erzielt“, zieht Ailton brav den Hut und lobt Marcelinho. Felix Magath: „Er war ganz klar der Matchwinner für uns und hat eine großartige Leistung geboten. Wenn sich zwei Teams auf Augenhöhe befinden, dann kann ein Mann mit solcher Klasse den Unterschied ausmachen. Das war auch diesmal so.“

Marcelinho selbst gibt sich gewohnt bescheiden. „Vor dem Schuss habe ich einmal kurz geguckt und direkt abgezogen – und der Ball passte“, gibt er zu Protokoll und widmete diesen Treffer gleich seinem Vater, der nur via TV zusehen konnte. Für sich selbst und die Mannschaft soll dieser Erfolg aber auch Signalwirkung haben. „Nach dieser guten Partie ist auch mein Kopf wieder frei, zudem wird er jede Menge Selbstvertrauen bei mir und dem Team frei setzen“, schiebt der Linksfuß nach.
„Toni“ konnte nicht über die gesamte Länge der Spielzeit wirbeln. Er war erst in der 54. Minute von Rudi Bommer unter tosendem Beifall der Fans eingewechselt worden. Doch auch der ehemalige Torschützenkönig der Bundesliga konnte das Blatt nicht mehr wenden. „Als ich reinkam, stand es ja schon 0:2 und Wolfsburg hat sich nur noch aufs Kontern ausgerichtet. Zudem wurde es mit vier Stürmern in der Spitze richtig eng. „Das ist auch nicht mein Spiel, wenn du keinen Platz hast. So kann ich meine Stärken in der Spitze nicht zeigen“, schiebt der ehemalige Züricher nach. Er muss weiter auf sein Tor und die Startweihe warten.

„Ich kann mich nur weiter im Training anbieten. Mein Fitnesszustand wird von Tag zu Tag besser“, erklärt der 34-Jährige zähneknirschend, „die letzte Entscheidung, ob ich spiele oder nicht, trifft aber der Trainer. Ich kann nur eines tun und versprechen, dass ich in Stuttgart ein Tor erzielen werde, falls ich denn aufgestellt werde.“

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