Samstagmittag: Tom Weilandt erzielt mit einem Lupfer vor der Osttribüne das 2:1 (77.) und beschert damit seinem Team den ersten Saisonsieg.

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Darum musste der Siegtorschütze um seinen Einsatz bangen

RS
08. August 2016, 07:07 Uhr
Foto: firo

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Samstagmittag: Tom Weilandt erzielt mit einem Lupfer vor der Osttribüne das 2:1 (77.) und beschert damit seinem Team den ersten Saisonsieg.

Was gibt es schöneres, als im ersten Pflichtspiel für seinen Klub vor der heimischen Fankurve das Siegtor zu erzielen? Tom Weilandt: „Das ist unglaublich, mein Trikot gebe ich nicht mehr her. Das erhält einen Ehrenplatz in meiner neuen Bochumer Wohnung.“

Und dann schildert er noch einmal die Szene, die zu seinem Treffer führte: „Den Nils kenne ich noch aus der Jugend von Hansa Rostock und deshalb laufe ich auf den ersten Pfosten. Plötzlich liegt der Ball vor meinen Füßen, und da ich gesehen habe, dass noch einer auf der Linie steht, habe ich den Ball gelupft. Das war wohl die richtige Entscheidung.“

Vergessen waren die 24 Stunden vor dem Spiel, in denen der Einsatz von Weilandt am seidenen Faden hing. Beim Abschlusstraining auf dem Hauptfeld war er bei dem Versuch einer Flanke ausgerutscht und mit der linken Hand auf die Steinumrandung an der Außenlinie gestürzt. Was sich zunächst als leichte Verstauchung herausstellte, könnte Spätfolgen haben. Weilandt: „Das war schon eine Schrecksekunde, und weil ich so starke Schmerzen hatte, war die Nacht vor dem Spiel auch nicht so toll. Ich war froh, dass ich auflaufen konnte.“

Verdacht auf Kahnbeinbruch

Möglicherweise hat der Neuzugang aus Fürth das Spiel mit einem gebrochenen Kahnbein bestritten. Während seine Mannschaftskollegen noch in der Stadtwerke-Lounge saßen, war Weilandt bereits im Krankenhaus in Dortmund-Brakel. Nach Röntgen- und CT-Untersuchung erklärte er am späten Samstagabend gegenüber RS: „Die Diagnose ist wohl ein Kahnbeinbruch. Außerdem ist wohl ein Band in der Hand gerissen.“

Weitere Untersuchungen am Montag sollen ergeben, wie es behandlungstechnisch weitergeht und ob Weilandt mit einer Spezialschiene in Karlsruhe wieder einsatzbereit. Der Siegtorschütze: „Fußball ist schon kurios. Da verletze ich mich vor meinem Debüt und am anderen Tag gelingt mir an gleicher Stelle nur ein paar Meter entfernt das Siegtor – ein verrücktes Wochenende.“

Das ließ er dann aber mit seinen Eltern, seiner Schwester und seiner Freundin mit einem gemütlichen Abendessen in der Innenstadt ausklingen.

Autor: RS

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