Im Stadion war die Party nach dem 2:1-Sieg gegen den Bonner SC nebst Ansingen auf das Derby gegen den Wuppertaler SV in vollem Gange, da stand Marcel Platzek in den Katakomben des Stadions und übte sich in Pragmatismus.

RWE

Platzek ganz pragmatisch

06. August 2016, 12:15 Uhr
Foto: Tillmann

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Im Stadion war die Party nach dem 2:1-Sieg gegen den Bonner SC nebst Ansingen auf das Derby gegen den Wuppertaler SV in vollem Gange, da stand Marcel Platzek in den Katakomben des Stadions und übte sich in Pragmatismus.

"Wenn wir unsere Chancen nicht in der ersten Hälfte nutzen, glauben wir weiter dran und hauen die halt in der zweiten rein." So einfach kann's am Ende gehen. Wie der 26-Jährige den Ball nach seinem Alleingang durch den Bonner Strafraum am zuvor überragend agierenden Torhüter Martin Michel vorbei zimmerte, stand seiner Aussage in puncto Coolness in nichts nach.

Eine Einzelaktion also bescherte RWE den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel. Eins, das nach dem zwischenzeitlichen Rückstand, dem berechtigten Foulelfmeter, den Kapitän [person=3566]Benjamin Baier[/person] zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich verwandelt hatte (64.) sowie dem fulminanten Schlusspunkt in der 83. Minute unter der Kategorie "Arbeitssieg" abgehakt werden musste.

Letztendlich war es aber auch ein Lehrstück darüber, wie sich eine Mannschaft nach Rückschlägen wie dem 0:1 durch [person=29085]Kelvin Lunga[/person] (28.) und zahlreichen vergebenen Großchancen immer wieder schüttelte und aufrappelte, als ginge es schon am zweiten Spieltag um nichts anderes als um Meisterschaft und Aufstieg.

Nun trennt die Essener davon noch ein harter, steiniger und vor allem unbequemer Weg. "Die Gegner sind hier immer top motiviert, wenn sie hierhin kommen", hatte Torschütze Platzek bereits vor dem Spiel eine Ahnung davon gehabt, wie der Aufsteiger aus der ehemaligen Bundeshauptstadt wohl an der Hafenstraße auftreten würde.

Wie ruhig und selbstbewusst die Essener Mannschaft selbst in der Schlussphase der engen Partie agierte und noch den "Lucky Punch" setzte, war allerdings einmal mehr beeindruckend. Sicher: Bereits vor der Pause hätten die Rot-Weissen den Deckel draufmachen müssen. "Wenn man das ganze Spiel sieht, hatten wir genug Chancen, aber wir haben nie aufgegeben", resümierte [person=2063]Platzek[/person] und schloss an: "Das war positiv."

In der Tat wurden die Essener ihres Offensivdrangs nicht überdrüssig. "Dass wir uns so viele Chancen herausspielen, ist wichtig für Frank Löning, Kevin Grund und mich, für die ganze Offensivabteilung", sagte Platzek.

Und falls es einmal hapern sollte, kann sich der RWE-Angriff weiterhin in Pragmatismus üben.

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