Die Englische Woche wurde – natürlich – in England erfunden. Allerdings im Cricket.

MSV

Warum die Englische Woche auch ein Vorteil ist

Dirk Retzlaff und Thomas Tartemann
06. August 2016, 08:46 Uhr
Foto: firo

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Die Englische Woche wurde – natürlich – in England erfunden. Allerdings im Cricket.

Die Fußballer haben den Begriff übernommen. Drei Spiele innerhalb einer Woche: Für den Drittligisten MSV Duisburg geht die Serie am Sonntag mit der Partie beim VfL Osnabrück (14 Uhr, Bremer Brücke/live in unserem Ticker) los­.

Für viele Fans sind Englische Wochen attraktiv, weil es Schlag auf Schlag geht. Die aktuelle Trilogie hat es für den MSV allerdings in sich: Am Mittwoch müssen die Zebras wieder auswärts antreten, bei Preußen Münster. Und drei Tage später gastiert die U 23 des FSV Mainz 05 an der Wedau.

Härtefälle

Für MSV-Trainer Ilia Gruev bietet die Englische Woche einen Vorteil. Er will zum Mittel der Rotation greifen und kann damit den einen oder anderen Profi, der zuletzt zu kurz kam, bei Laune halten. Schon am ersten Spieltag gab es einige Härtefälle. Etablierte Sportler wie Martin Dausch oder Thomas Bröker saßen nur auf der Bank, und Neuzugang Fabio Leutenecker gehörte aufgrund der U-23-Regel nicht einmal dem Kader an.

Gruev weiß, dass solche Situationen für die Profis nicht einfach sind und früher oder später auch Konfliktpotenzial erzeugen können. Beim Paderborn-Spiel setzte Gruev auf der Bank vornehmlich auf offensive Spieler. „Ich habe mit Fabio Leutenecker ausführlich gesprochen und ihm die Situation erklärt“, unterstreicht Gruev. In Osnabrück könnte die Bank-Besetzung etwas defensiver ausfallen – mit Leutenecker. In der Startelf liegt Nico Klotz im Rennen um die Außenverteidiger-Position weiterhin leicht vor dem früheren Stuttgarter, wie Gruev am Freitag unterstrich.

Ein Gespräch führte Gruev unter der Woche auch mit Offensivspieler Zlatko Janjic. Der Siegtorschütze aus dem Paderborn-Spiel hatte sich unmittelbar nach dem Auftaktmatch verbal weit aus dem Fenster gelehnt und nicht den Eindruck erweckt, dass er an mangelndem Selbstbewusstsein leidet. Die Herren dürften den Satz „Es ist immer falsch, mich nicht aufzustellen“ intensiv erörtert haben. „Die Sache ist vom Tisch“, teilte Ilia Gruev am Freitag mit.

Özbek ist wieder fit

Der Trainer dürfte Janjic auch am Sonntag aufstellen, aber auch diesmal werden einige Spieler durchs Rost fallen. Baris Özbek ist wieder fit und könnte für Tim Albutat ins Team stoßen. Im Angriff dürfte der Ex-Osnabrücker Stanislav Iljutcenko erneut den Vorzug vor Kingsley Onuegbu erhalten, wenngleich Gruev am Freitag sagte: „Der King ist richtig gut drauf, ich freue mich über ihn.“

Der MSV hat seit 26 Jahren gegen den VfL Osnabrück nicht mehr verloren, dies soll auch am Sonntagnachmittag noch gelten. Gruev unterstreicht die Ansprüche der Meidericher: „Wer oben mitspielen will, muss in Osnabrück punkten. Wir sind selbstbewusst und wissen, was wir können.“

Der Trainer erwartet ein Duell auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeiten entscheidend sein werden. Auch auswärts will der MSV Duisburg sein Pressingspiel auf die Platte bringen und somit morgen den VfL Osnabrück zu den entscheidenden Fehlern zwingen.

Autor: Dirk Retzlaff und Thomas Tartemann

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