Am Sonntag, 14 Uhr, tritt der MSV Duisburg zum ersten Auswärtsspiel der Saison beim VfL Osnabrück an. Der Trainer der Zebras steht vor einer schweren Entscheidung.

MSV Duisburg

Gruev steht vor schwerer Entscheidung

05. August 2016, 14:22 Uhr
Foto: firo

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Am Sonntag, 14 Uhr, tritt der MSV Duisburg zum ersten Auswärtsspiel der Saison beim VfL Osnabrück an. Der Trainer der Zebras steht vor einer schweren Entscheidung.

Denn schon wieder muss Ilia Gruev Spieler auf die Tribüne schicken, die es eigentlich verdient hätten, auf der Bank zu sitzen und möglicherweise sogar zu spielen. Schuld ist die U23-Regel, die in der 3. Liga greift. Diese besagt, dass mindest vier Spieler auf dem Spielberichtsbogen am 1. Juli 2016 noch unter 23 Jahren gewesen sein müssen. Im ersten Saisonspiel erfüllte der MSV diese Regelung, indem Fabian Schnellhardt, Thomas Blomeyer, Ahmet Engin und Ersatztorhüter Daniel Zeaiter im Kader standen. Außer Schnellhardt, der von Beginn an spielte, kam keiner der Youngster zum Einsatz. Dafür mussten etwa die beiden erfahrenen [person=8967]Fabio Leutenecker[/person] und [person=3782]Dustin Bomheuer[/person] von der Tribüne aus zugucken.

Eine Entscheidung, die dem Coach nicht leichtgefallen ist. Und die ihm auch vor dem nächsten Spiel gegen Osnabrück nicht leichtfällt. Hierfür hat er sich zuletzt sogar extra mit dem Spielerrat besprochen. Seine Entscheidung fällt Gruev natürlich in erster Linie nach der taktischen Ausrichtung und dem Gegner. Aber: "Jeden Spieltag trifft es jemanden", erklärt der 46-Jährige mit einem Stirnrunzeln, "und das hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass ich mit der Leistung und dem Einsatz im Training nicht zufrieden bin."

Ganz im Gegenteil. Die Beteiligung in den Übungseinheiten stimmt den Coach positiv. Bis auf Andreas Wiegel hat noch kein Spieler ein Training verpasst. Der Konkurrenzkampf ist dementsprechend groß und wird von der Mannschaft angenommen, wie [person=3540]Kevin Wolze[/person] bestätigt. "Die ganze Zeit über war noch kein Leistungsabfall zu sehen. Keiner kann sich ausruhen, jeder muss seine Leistung immer wieder bestätigen", sagt der 26-jährige Linksverteidiger und wirft einen Blick zu seinem Trainer herüber. "Das freut auch den Coach."

Kevin ist der einzige, der sich im Moment ausruhen kann
Ilia Gruev

Der muss ein bisschen schmunzeln und erklärt mit einem Augenzwinkern: "Kevin ist da der falsche Ansprechpartner. Er ist der einzige, der sich im Moment ausruhen kann. Auf der Linksverteidigerposition fehlt ihm die Konkurrenz." Wegen des Ausfalls von Dan-Patrick Poggenberg (Bänderriss im Sprunggelenk) hat der Ersatzkapitän im Moment eine Art Freifahrtschein. Zu sicher sollte er sich damit aber nicht sein. Dass Spieler umfunktioniert werden, kommt immer mal wieder vor im Fußball. Und Gruev gibt vor dem Spiel gegen Osnabrück zwei Tage vor dem Anpfiff zu verstehen: "Am Sonntag ist noch alles offen."

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