Als Daniel Molitor und Lars Zabinski im Dezember die zweite Fußballmannschaft von Blau-Weiß Mintard übernahmen, schwebte das Team in Abstiegsgefahr.

BW Mintard II

Rang acht bis zwölf im Fokus

Marcel Dronia
04. August 2016, 06:37 Uhr
Foto: Michael Dahlke

Foto: Michael Dahlke

Als Daniel Molitor und Lars Zabinski im Dezember die zweite Fußballmannschaft von Blau-Weiß Mintard übernahmen, schwebte das Team in Abstiegsgefahr.

Durch eine starke Rückrunde kam die Reserve noch auf einem ordentlichen zehnten Tabellenplatz in der Kreisliga A ins Ziel. Auch in diesem Bereich ist der Bereich zwischen Rang acht und zwölf das realistische Ziel.

Das Premierenjahr der Mintarder Reservemannschaft in der Kreisliga A lief nicht ganz optimal, so dass in der Winterpause erst einmal Aufbauarbeiten geleistet werden mussten. Neben Lars Zabinski erklärte sich auch Daniel Molitor bereit, das Team zu trainieren. Molitor ist seit 30 Jahren im Verein, hörte vor drei Jahren bei der ersten Mannschaft auf. Mit der bisherigen Arbeit von ihm und seinem Trainerkollegen Zabinski kann er zufrieden sein. Schließlich holten die Mintarder in der Rückrunde deutlich mehr Punkte als in der ersten Halbserie. „Und das obwohl wir jede Menge Spieler zur ersten Mannschaft abgeben mussten. Die hatte ja fast jede Woche einen Kreuzbandriss“, erklärt Molitor.

Trotzdem hat sich in der Rückrunde ein fester Kader herauskristallisiert, der in der Sommerpause nicht großartig verändert werden musste. Neu dazu gekommen sind lediglich Abwehrspieler Daniel Faßbender und Stürmer Sebastian Schubries, die beide eine Fußballpause eingelegt haben und nun neu angreifen möchten. Markus Gotsch ist von der ersten zur zweiten Mannschaft gewechselt. Torwart Julian Robert und Defensivallrounder Darius Kretschmann werden während der Saison auch Einsätze bei der ersten Mannschaft haben.

Auch in der Vorbereitung nehmen fünf Spieler aus dem Kreisliga-A-Kader am Training des Bezirksliga-Teams teil. Molitor und Zabinski hatten meistens elf bis zwölf Akteure bei den Übungseinheiten.

Ganz große Stücke setzen die beiden Coaches auf Stürmer Jaan Himmeröder, der in der Winterpause zum Mintarder Team gestoßen ist. In der Jugend hat der Angreifer für Rot-Weiß Oberhausen gespielt. In der Rückrunde deutete er mit sechs Treffern in elf Spielen bereits seine Torgefahr an. In der Vorbereitung knipst Himmeröder nun richtig. Zehn der 18 Mintarder Treffer gingen auf sein Konto. „Wir haben bereits eine Wette über die Anzahl seiner Tore am Laufen“, verrät Molitor.

Bei den Stärken und Schwächen muss der Coach gar nicht lange überlegen. Ein Hinweis auf die Bilanz der Vorsaison reicht. 86 Treffer standen zu Buche, nur die besten vier hatten mehr. Auf der anderen Seite wies die Statistik aber 88 Gegentore auf. Hier waren nur fünf Mannschaften schlechter.

Nach drei Wochen Konditionstraining steht daher zwangsläufig die Arbeit am Defensivverhalten ganz oben auf der Agenda. Ansonsten wollen die Mintarder auch von ihrer Eingespieltheit leben. „Viele Spieler sind ja schon seit Jahren in Mintard“, sagt Daniel Molitor. Nach einem guten halben Jahr als Trainer weiß er genau, wo die Reise mit seiner Mannschaft hingehen kann. „Für den Abstiegskampf sind wir zu gut“, meint der Trainer. Realistischer sei eine Platzierung zwischen Rang acht und zwölf.

Werden-Heidhausen ist Favorit
Für die Plätze an der Tabellenspitze der Kreisliga A hat Daniel Molitor vor allem den Bezirksliga-Absteiger SC Werden-Heidhausen auf der Rechnung. Auch die SG Kupferdreh-Byfang, den Heisinger SV und Yurdum Spor Essen zählt er zum Kreis der Mitfavoriten. Mit Heisingen hat seine Mannschaft am ersten Spieltag (14. August, 13 Uhr) direkt eine harte Aufgabe vor der Brust

Autor: Marcel Dronia

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