Die ersten Sonnenstrahlen erreichen das Schwabenländle und die Vögel zwitschern ihre Morgenmelodie.

Essen

Der erste Eindruck beim Tusem ist positiv

Joshua Windelschmidt
03. August 2016, 05:37 Uhr
Foto: firo

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Die ersten Sonnenstrahlen erreichen das Schwabenländle und die Vögel zwitschern ihre Morgenmelodie.

Es ist halb Acht in Abstatt bei Heilbronn. Auf dem Land ist noch nicht viel los, es ist Wochenende. Während sich die einen noch einmal im Bett umdrehen, geht es für die anderen schon vor die Tür – und das ist alles andere als entspannend. Stephan Krebietke bittet nicht etwa zum Spaziergang durch die morgendliche Idylle, sondern der Trainer des Handball-Zweitligisten Tusem Essen scheucht seine Mannschaft durch die Provinz.

Für die Handballer von der Margarethenhöhe stand ein intensives Trainingslager auf dem Programm, inklusive „Aktivierungslauf“ in der Frühe. Ja, die Vorbereitung auf die neue Saison hat es in sich. Wenige Tage zuvor stand Trainer Stephan Krebietke noch mit dem Klemmbrett in der Hand auf der Sportanlage am Fibelweg und zählte fleißig die Runden, die seine Spieler auf der Laufbahn hinter sich brachten – bei 30 Grad im (nicht vorhandenen) Schatten. Zudem standen in den ersten Einheiten Kräftigungsübungen und Athletiktests auf dem Trainingsplan. „Natürlich freut sich der ein oder andere Spieler nicht wirklich auf die Vorbereitung, aber ich muss sagen, dass die Atmosphäre trotz der Anstrengungen sehr gut ist“, zieht Krebietke ein positives Zwischenfazit.
Die Stimmung bei seinen Jungs dürfte nun sogar noch besser werden, denn der richtig anstrengende Teil der insgesamt sechswöchigen Vorbereitung ist vorbei. Jetzt geht es vor allem auch um Taktik und spielerische Abläufe.

Im Trainingslager stand das erste Testspiel an, das die Essener souverän gegen den Oberligisten SG Schozach-Bottwartal mit 38:26 (22:11) für sich entscheiden konnten. „Der erste Test stimmt mich sehr positiv. Trotz der bereits drei absolvierten Trainingseinheiten, zeigte meine Mannschaft eine überaus engagierte Partie.

Trainingslager schweißt zusammen

Kampf und Laufbereitschaft haben gestimmt“, so Krebietke, der sich über sieben Tore seines Neuzugangs Karl Roosna, sowie über das Comeback von Dennis Szczesny nach einjähriger Verletzungspause freuen konnte. Neben weiterer Grundlagenarbeit wurde das Abwehrverhalten geübt und auch das Tempospiel soll nun weiter ausgebaut werden. „Da können wir uns noch verbessern.“ Die drei Tage in Abstatt dienten aber auch dem Teamgedanken. „Es ist immer gut, ein paar Tage miteinander zu verbringen, das schweißt zusammen“, meint Stephan Krebietke. Die Eindrücke der ersten Wochen stimmen den Tusem-Trainer jedenfalls zufrieden. Auch die Neuzugänge haben sich gut eingefunden. Bei den internen Neulingen wie die A-Jugendlichen Maurice Meurer, Sam Schäfer und Felix Käsler ist das ohnehin kein Problem, schwieriger wird es bei Karl Roosna. Der Este versteht logischerweise noch nicht jede Ansage. „Aber die Jungs helfen ihm sehr. Karl bringt sich auch sehr gut ein und hatte in der Schule Deutsch-Unterricht. Einiges versteht er schon und andere wichtige Dinge erklären wir ihm dann auf englisch. Da habe ich ein gutes Gefühl“, so Krebietke.

Weitere Neuzugänge sind laut dem sportlichen Leiter Herbert Stauber nicht mehr geplant, der Kader für die neue Spielzeit steht damit fest. Bis zum ersten Ligaspiel am 3. September bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim (Anwurf 19 Uhr) bleibt für die Mannschaft also genug Zeit, um sich einzuspielen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun.

Autor: Joshua Windelschmidt

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