Mit zwei Toren hatte WSV-Stürmer Ercan Aydogmus am Freitagabend maßgeblichen Anteil an dem aus Wuppertaler Sicht überragenden 3:3 (0:1) gegen Viktoria Köln.

WSV-Viktoria

Ausgerechnet Aydogmus

30. Juli 2016, 11:26 Uhr
Foto: Tillmann

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Mit zwei Toren hatte WSV-Stürmer Ercan Aydogmus am Freitagabend maßgeblichen Anteil an dem aus Wuppertaler Sicht überragenden 3:3 (0:1) gegen Viktoria Köln.

Kurz vor der Halbzeitpause - es steht nach einem direkt verwandelten Freistoß von Mike Wunderlich (4.) 1:0 für die Gäste von Viktoria Köln - setzt sich Davide Leikauf auf der rechten Außenbahn gegen Michael Lejan durch und bringt eine scharfe Flanke ins Zentrum. Dort macht [person=2319]Ercan Aydogmus[/person] eigentlich alles richtig, setzt sich gegen seinen Bewacher durch, doch trifft dann den Ball nicht.

"Och Ercan, schon wieder", fühlten sich einige Fans auf der Tribüne an Aydogmus vergebene Riesen-Chance im Niederrheinpokalfinale gegen Rot-Weiss Essen erinnert. Kurz nach dem Seitenwechsel beinahe erneut diese Situation: Nach klasse Vorarbeit von Gaetano Manno und Daniel Grebe steht Aydogmus acht Meter vor dem Tor frei vor Viktoria-Keeper Nico Pellatz, doch schießt den Torwart an - zur Erleichterung der WSV-Fans verwertet Kevin Hagemann den Nachschuss zum 1:1. Es spricht für den mittlerweile 36-jährigen, dass er sich von solchen Situationen nicht verunsichern lässt und so dauerte es nach der vergebenen Großchance nur fünf Minuten, da nimmt der Mann mit der auffälligen Haarpracht einen deutlich schwerer zu verwertenden Ball mit und versenkt diesen aus sechzehn Metern unhaltbar im Eck.

Kurz vor Schluss ist es dann erneut Aydogmus, der wie schon im Niederrheinpokal-Halbfinale gegen Rot-Weiß Oberhausen zum Helden der Wuppertaler wird. Wieder nimmt er einen zwar gut gespielten, aber trotzdem nicht einfach zu verwertenden Ball von Manno mit, versenkt ihn und bringt das Stadion Am Zoo zum beben. Nach der Partie ist dann immer wieder die gleiche Reaktion der WSV-Anhänger zu hören. "Ausgerechnet Aydogmus", heißt es, oder: "Dem gönn' ich es wirklich!". Alle haben Sie den bulligen Mittelstürmer in ihr Herz geschlossen und so verwundert es auch nicht, dass dieser nach der Partie von einem Fan einen Geschenkkorb überreicht bekommt. "Es ist schön wenn die Fans einem so danken", freut er sich.

Doch auch die Fans von Viktoria Köln dürften nach dem Spiel ein "Ausgerechnet Aydogmus" auf den Lippen gehabt haben. Immerhin schnürte er zwei Jahre lang seine Fußballschule für den Klub aus der Rheinmetropole. "Respekt an Viktoria Köln. Über deren Qualität brauchen wir nicht zu sprechen. Sie sind einer der Topfavoriten diese Saison", sagt er über seinen Ex-Klub. Ein noch größeres Kompliment geht nur an seine eigene Mannschaft: "Das war sensationell, wie wir uns heute reingekämpft haben. Wir haben immer an uns geglaubt und, dass es in der 90. Minute zum 3:3 gereicht hat, ist einfach sensationell."

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