Endlich geht es wieder los! Die Regionalliga-Fans sind heiß auf die neue Saison in der West-Staffel.

RWE im Check

Alles ist für den Traum angerichtet

Krystian Wozniak
29. Juli 2016, 16:23 Uhr
Foto: Funke Foto Services

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Endlich geht es wieder los! Die Regionalliga-Fans sind heiß auf die neue Saison in der West-Staffel.

Für Rot-Weiss Essen geht es am 1. Spieltag am Sonntag (14 Uhr) zum SC Wiedenbrück. RS hat vor dem Spiel die Mannschaft von Sven Demandt unter die Lupe genommen.

Tor:
Das ist wohl die einzige Position, die nicht wenigen RWE-Fans Kopfschmerzen bereitet. Rot-Weiss Essen hat sich im Sommer in jedem Mannschaftsteil verstärkt - außer auf der Torhüter-Position. In der letzten Saison bekamen sowohl Niclas Heimann als auch Robin Heller eine Bewährungschance. So richtig überzeugend, vor allem über einen längeren Zeitraum, war keiner der beiden. Die Vertragsverhandlungen mit Heimann zogen sich in die Länge. Der Keeper war einer der Letzten, der seinen Kontrakt an der Hafenstraße letztendlich doch verlängerte. Auch wenn viele Anhänger davon ausgegangen waren, dass RWE sich auch im Tor verändert. Heimann ist zwar unter Demandt die klare Nummer eins, doch in der Kurve genießt er kein großes Standing. Immer wieder scheint er für einen Fauxpas gut zu sein und war in der Vergangenheit an dem einen oder anderen Gegentor beteiligt. Er wird auch diesmal im Fokus stehen. Die Fans sollten Heimann eine faire Chance geben und ihm den Rücken stärken. Denn nur gemeinsam kann der Verein die hochgesteckten Ziele erreichen. Am Rande: Der letzte beliebte Keeper an der Hafenstraße war Frank Kurth, mit Abstrichen vielleicht noch Sascha Kirschstein. Alle anderen wurden mehr oder weniger von den Fans aus dem Tor gejagt. Wir erinnern uns an Namen wie Karim Zaza oder Robert Wulnikowski...

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Abwehr:
Diese Formation könnte zum Essener Prunkstück werden. Rechts wird Dennis Malura agieren, in der Innenverteidigung scheinen Philipp Zeiger und Gino Windmüller die besten Karten zu haben und auf links ist wohl Patrick Huckle vorerst gesetzt. Alle vier verfügen über Drittliga-Erfahrung und sind im besten Fußball-Alter. Definitv eine der besten Abwehrreihen der Liga - zumindest auf dem Papier.

Mittelfeld:
Ähnliches dürfte für das Mittelfeld gelten. Das defensive Zentrum gehört Kapitän Benjamin Baier und Neuzugang Jan-Steffen Meier. Rückkehrer und Publikumsliebling Timo Brauer wird wohl über die rechte Seite kommen und sein Pendant ist Kamil Bednarski, der jedoch in den ersten Wochen fehlen wird. Aber auch die Ersatzleute Andreas Ivan oder nicht zu vergessen Kevin Grund hören sich vielversprechend an. Das Essener Mittelfeld ist aufstiegsfreif!

Angriff:
In der Spitze sind Routinier Frank Löning und Marcel Platzek gesetzt. Die beiden ergänzen sich hervorragend, was schon im Saisonendspurt der letzten Serie sowie in der vergangenen Testspielen zu sehen war. Doch RWE benötigt auf dieser Position noch eine adäquaten Backup, der bis dato nicht gefunden wurde. Im Sturm ist noch Luft nach oben.

Trainer:
Sven Demandt ist die Ruhe in Person. Er lässt sich von nichts beeindrucken und macht seinen Job. Und das bislang sehr gut! Er scheint der Trainer zu sein, auf den die Hafenstraße seit Jahren gewartet hat: Erfahren und dennoch hungrig auf Erfolge. Er ist kein Laptop-Trainer, wie einst Mehmet Scholl, die jungen Fußballlehrer ohne Profierfahrung beschrieben hat - nein: Demandt weiß, wovon er spricht. Er war selbst lange Profi und spricht die Sprache der Spieler. Ihm hören die Akteure gerne zu. "Er hat die richtige Mischung. Er weiß genau, wann gewitzelt werden kann und wann wieder volle Konzentration gefordert ist. Wir haben großen Respekt vor ihm - und das nicht nur wegen seiner Größe", heißt es aus Mannschaftskreisen. Demandt scheint der richtige Mann am richtigen Ort zu sein.

RS-Prognose:
Nach der vergangenen Katastrophen-Saison scheint es schon fast wahnsinnig zu sein, wenn man RWE zu den Topfavoriten zählt - aber so ist es! RWE kann in diesem Jahr Meister werden und um den Aufstieg in die 3. Liga spielen. Die Mannschaft ist gut, der Trainer passt, das Umfeld ist schon wieder euphorisch. Bleibt RWE von großen Verletzungen verschont und wird das Umfeld die Mannschaft gnadenlos nach vorne peitschen, dann kann der große Traum vom Profifußball realisiert werden. RWE wird bis zum Schluss mit Viktoria Köln und Borussia Dortmund II um den Titel spielen!

Autor: Krystian Wozniak

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