Der neue Trainer Sven Adamietz hat beim SC Croatia eine stark verjüngte Mannschaft zur Verfügung. Ihr traut er eine gute Rolle in der Kreisliga A zu

Croatia Mülheim

Umbruch nach dem Abstieg

Marcel Dronia
29. Juli 2016, 07:27 Uhr
Foto: Tillmann

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Der neue Trainer Sven Adamietz hat beim SC Croatia eine stark verjüngte Mannschaft zur Verfügung. Ihr traut er eine gute Rolle in der Kreisliga A zu

Vor einem Jahr feierte der SC Croatia Mülheim mit dem Aufstieg in die Bezirksliga den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte. Doch die neue Herausforderung war für den kleinen Verein eine Nummer zu groß. Zwölf Monate später muss der SC nach dem direkten Wiederabstieg einen Umbruch einleiten. Vollzogen wird dieser vom neuen Trainer Sven Adamietz (42), der seiner neuen Mannschaft eine gute Rolle in der Kreisliga A zutraut und die Bezirksliga nicht komplett aus den Augen verlieren möchte.

Adamietz war zuletzt bei der SpVgg Sterkrade 06/07 aktiv, wo er 14 Jahre lang Jugendmannschaften trainiert hat. Er war zwar schon Co-Trainer der Sterkrader Landesligamannschaft und coachte die Reserve, der SC Croatia ist aber seine erste Station als Cheftrainer einer ersten Herrenmannschaft.

Der Kontakt zum Styrumer Verein ist über den ersten Vorsitzenden Robert Babic entstanden, den Adamietz noch aus seiner aktiven Zeit kennt. „Ich bin hier wirklich sehr familiär aufgenommen worden und hatte sofort ein gutes Gefühl“, sagt der neue Coach. „Er macht bis jetzt auch einen sehr guten Eindruck“, gibt Babic das Lob zurück.

Der neue Coach war für den SC auch deswegen ein Glücksfall, weil er eine ganze Reihe an Spielern aus Sterkrade mit nach Mülheim gebracht hat und so den Personalverlust auffangen konnte. Denn nach dem Abstieg hat sich eine ganze Reihe an Spielern verabschiedet. Der langjährige Torwart Denis Pandza hat aufgehört, Valentin Markic (Hamborn 07), Josip Stojcic (FC Kray II), Ivan Hrgota (Cro Sokoli Aachen), Arnes Brkic, Aziz Kovacevic, Zoran Nujic und Sanid Fazlic (alle SV Sarajevo Oberhausen) haben sich anderen Klubs angeschlossen. Onur Gülbeyaz hat Croatia mit unbekanntem Ziel verlassen.

Aus Sterkrade hat Sven Adamietz Younes Boumoungar, Nick Prakken, Lalo Toray und Aryanto Martosuwito mitgebracht. Ursprünglich sollte auch noch Pascal Brehmer mit ‘rüberwechseln, doch der Mittelfeldspieler bleibt nun doch in Sterkade. Neue Croatia-Akteure sind zudem Serdar Al (TSV Safakspor Oberhausen) und Selman Aldemir (Schwarz-Weiß Alstaden).

Mit Riemer auf einer Wellenlänge
Durch die Neuzugänge ist die Mannschaft stark verjüngt worden. Zeljko Juko ist mit 30 Jahren der älteste Spieler. Als langjähriger Nachwuchstrainer ist Sven Adamietz die Arbeit mit jungen Spielern aber gewohnt. Der neue Coach lässt durchblicken, dass er Einiges von seinen Akteuren erwartet. „Ich ziehe mein Ding durch“, betont er. Mit Co-Trainer Pierre Riemer liegt er dabei komplett auf einer Wellenlänge. Riemer kennt einen Teil der Mannschaft bereits aus der Vorsaison, als er gemeinsam mit Daniele Autieri an der Seitenlinie einsprang.

Wenngleich die Bezirksliga bisher nur ein einmaliges Abenteuer war, hat die eine Saison die Ansprüche des Vereins verändert. „Es ist immer das Ziel, irgendwann wieder hochzukommen“, gibt Adamietz unumwunden zu. Er betont aber auch, dass sich die Mannschaft noch im Umbruch befindet. „Im Moment kann man noch keine Prognosen treffen“, so der Coach. Er traut seinem Team aber durchaus eine gute Rolle zu. Co-Trainer Pierre Riemer wird konkreter: „Wir wollen versuchen, unter die ersten drei zu kommen.“

Die Kreisliga-A-Gruppe ist für Sven Adamietz kein völliges Neuland. Schließlich hat er selbst in Homberg, Hamborn, Buchholz und beim DSV 1900 gespielt und kennt den Kreis daher gut genug. Wer für ihn die Favoriten sind? „TuRa 88 wird ganz sicher oben mitspielen und auch Raadt hat eine sehr gute, junge Mannschaft. Das sind zwei Teams, die man oben erwarten kann“, prognostiziert der Coach. Inwieweit sich der SC in die Spitzengruppe einreihen kann, wird der Start der neuen Fußballsaison zeigen.

Autor: Marcel Dronia

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