Knapp zweieinhalb Wochen sind die Fußballer des TV Jahn wieder im Training, da hat Trainer Georg Mewes den Rotstift schon zum ersten Mal angesetzt.

TV Jahn Hiesfeld

Das richtige Sprungbrett

Timo Kiwitz
26. Juli 2016, 10:29 Uhr
Foto: Tillmann

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Knapp zweieinhalb Wochen sind die Fußballer des TV Jahn wieder im Training, da hat Trainer Georg Mewes den Rotstift schon zum ersten Mal angesetzt.

Marvin Weßelburg, Tom Hasel und Younes Fagrach wurden aus dem Kader gestrichen. Ihnen traut der Übungsleiter nicht zu, in der Oberliga Fuß zu fassen. Bis zum Saisonstart könnte es noch weitere Wackelkandidaten erwischen. Zwei junge Neuzugänge müssen sich jedoch zurzeit überhaupt keine Sorgen machen. Auf Nico Klaß und Erkut Ay, die beide von der U 19 des MSV Duisburg an den Rotbachsee wechselten, hält Mewes große Stücke. In den ersten Testspielen fügten sich die zwei Ex-Zebras bei ihren Einsätzen tatsächlich auffällig gut ein.

Mehrere Angebote
Beide hatten schon mit guten Leistungen in der Junioren-Bundesliga auf sich aufmerksam gemacht. Dementsprechend waren die Hiesfelder nicht der einzige Verein, der um die Dienste der Duisburger Talente buhlte. „Aber ich habe mich für den TV Jahn entschieden, weil ich mich zurzeit einfach ungefähr auf diesem Niveau einschätze. Außerdem hat der Trainer mir schon in den Gesprächen ein gutes Gefühl gegeben“, sagt Nico Klaß. „Ich hatte auch Anfragen von anderen Vereinen, aber ich denke einfach, dass ich mich hier am besten entwickeln kann“, meint Erkut Ay, dessen Bruder Kudret mittlerweile beim Bezirksligisten VfB Lohberg kickt.

In den ersten Tagen im Mühlendorf wurden die beiden 19 Jahre alten Defensivakteure immer wieder in ihrer Entscheidung bestärkt. „Wir sind menschlich sehr gut aufgenommen worden“, betont Klaß, der bereits im zweiten Semester in Essen Deutsch und Sport auf Lehramt studiert. Auch auf dem Feld finden sich die beiden Duisburger bislang sehr gut zurecht, auch wenn, so Klaß, „alles einen Tick schneller und körperlicher“ sei, als noch bei den A-Junioren.

Stammvereine 07 und TuRa
Nichtsdestotrotz wollen sich die beiden so schnell wie möglich einen Stammplatz erkämpfen und in ihrer ersten Seniorensaison schon möglichst viele Spielanteile ergattern. Innenverteidiger Klaß bezeichnet Coach Mewes als „Allzweckwaffe“ in der Defensive, er könne auch auf der Sechs zum Einsatz kommen. Erkut Ay hat in den Tests zwar auch schon seine Qualitäten im Zentrum unter Beweis gestellt, der recht zurückhaltende Zwölftklässler, der das Fachabitur anstrebt und danach am liebsten Maschinenbau studieren möchte, fühlt sich auf der Außenbahn aber noch einen Tick wohler. Der Schüler hat bei Hamborn 07 mit dem Kicken angefangen, wechselte dann aber früh zum MSV. Auch Nico Klaß hielt es nicht lange bei seinem Stammverein TuRa 88, die langjährige gute Ausbildung bei den Zebras kommt dem Defensiv-Duo jetzt zugute.

Im Mühlendorf soll mit dem Lernen aber noch lange nicht Schluss sein. Von erfahrenen Verteidigern wie Jahn-Kapitän Kevin Corvers oder dem griechischen Neuzugang Ioannis Alexiou wollen sich die Zwei noch eine Menge abschauen, Und sich auch dadurch ganz schnell in der Oberliga zurecht finden. Es sieht ganz danach aus, als hätten Nico Klaß und Erkut Ay neben dem nötigen Talent auch den Glauben und den unbedingten Willen, sich beim TV Jahn zu behaupten. Georg Mewes will ihnen auf jeden Fall die Chance geben.

Autor: Timo Kiwitz

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