Schalke-Trainer Markus Weinzierl feilt auf der Suche nach größerer offensiver Durchschlagskraft an seinem System im Mittelfeld.

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Weinzierl mischt im Mittelfeld die Karten neu

21. Juli 2016, 19:50 Uhr
Foto: firo

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Schalke-Trainer Markus Weinzierl feilt auf der Suche nach größerer offensiver Durchschlagskraft an seinem System im Mittelfeld.

Sead Kolasinac lässt gar keine Zweifel aufkommen. „Wir verstehen uns sehr gut“, versichert Schalkes Linksverteidiger auf die Frage, wie gut eigentlich sein Draht zu Dennis Aogo ist. Mit diesem kämpft der 23-Jährige um einen Platz in der Startelf. Wer Kolasinac kennt, der weiß: Der Bosnier wirft gegen Ball und Gegner alles rein. Das muss er auch, denn auf Schalke ist ab sofort der Konkurrenzkampf eröffnet.

Markus Weinzierl hat neue Ideen im Gepäck gehabt, als er auf Schalke anheuerte, diese werden nun nach und nach sichtbarer und mischen die Karten neu. In der Abwehr noch am wenigsten. Da kommt es zu den erwarteten Duellen: Aogo und Kolasinac bewerben sich links, Sascha Riether und Junior Caicara rechts um den Platz auf der Außenbahn. In der Zentrale streiten sich Benedikt Höwedes, Naldo und Matija Nastasic um die zwei freien Stellen.

Hochspannend wird die Besetzung des Mittelfeldes, denn das soll offensiver als in der vergangenen Saison agieren. Weinzierl hat Leon Goretzka bereits verraten, dass er den Allrounder nicht als Sechser, sondern als Achter sieht, Goretzkas Lieblingsposition. Ein weiterer sogenannter Verbindungsspieler soll aber noch hinzukommen, wie Sportvorstand Christian Heidel kürzlich andeutete.
Weil der Manager erwägt, sogar noch einen weiteren Mann für das taktische Herzstück zu verpflichten, muss auch Johannes Geis kämpfen. Unter André Breitenreiter war der defensive Mittelfeldspieler noch gesetzt.

Gerüchte um Max Meyer

Ähnliches galt für Spielmacher Max Meyer (20), der in dem von Weinzierl bevorzugten 4-4-2-System eigentlich nur auf der Außenbahn Platz hätte. Trägt sich der Techniker deshalb mit Wechselgedanken? „Stand jetzt fühle ich mich wohl auf Schalke“, sagte er kürzlich in einem Interview mit dieser Zeitung nüchtern.

Das Gerücht, dass der FC Liverpool bereit wäre, 33,5 Millionen Euro für das Eigengewächs zu bezahlen, ließ sein Berater Thorsten Weck gegenüber der Bild-Zeitung unkommentiert. Alessandro Schöpf bietet sich bereits als Nachfolger an: „Am liebsten spiele ich hinter den Spitzen, auf der Zehner-Position“, so der 22 Jahre alte Österreicher. Das gilt natürlich auch für den Fall, dass Meyer bleibt.

Auf dieser Position meldet Kolasinac immerhin keine Ansprüche an.

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