Schalkes Rekord-Einkauf Breel Embolo stellt sich vor: Über das erste Erlebnis mit Markus Weinzierl und die Gründe, die für Königsblau sprachen.

Breel Embolo

"Ich bin nicht als Lehrling gekommen"

Manfred Hendriock
16. Juli 2016, 11:21 Uhr
Foto: firo

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Schalkes Rekord-Einkauf Breel Embolo stellt sich vor: Über das erste Erlebnis mit Markus Weinzierl und die Gründe, die für Königsblau sprachen.

Er ist Schalkes Rekord-Einkauf, hat 22,5 Millionen Euro Ablöse gekostet, doch so viel weiß man über den vom FC Basel gekommenen Breel Embolo (19) noch nicht. Vor seinem ersten Training am Freitag mit der Mannschaft stellte er sich der Öffentlichkeit vor. Stichpunkte für Breel Embolo.

Die Lieblingsposition:
Breel Embolo ist Stürmer, aber nicht auf eine bestimme Rolle festgelegt. „Als ich mit 17 Jahren in Basel in die erste Mannschaft kam, habe ich noch im Mittelfeld gespielt. Danach hatte ich drei Trainer in drei Jahren, die haben mich immer irgendwo anders gesehen. Ich bin eigentlich der Typ, der da spielt, wo der Trainer ihn hinstellt.“ Mit Markus Weinzierl hat er noch nicht über seine Rolle auf Schalke gesprochen. Embolo: „Ich hatte das Glück, dass ich im Winter gegen ihn gespielt habe, mit Basel gegen Augsburg, und da habe ich auch auf zwei verschiedenen Positionen gespielt. Im Sturm und auf dem Flügel.“ Ein Tor hat Embolo in diesem Spiel übrigens nicht geschossen – „wir haben 0:2 verloren. Aber unverdient.“

Seine Rückennummer 36:
Die hat Breel Embolo als junger Spieler in Basel bekommen, und sie hat ihm Glück gebracht – deswegen trägt er sie auch auf Schalke. Dafür, dass es ausgerechnet die 36 ist, gibt es zwei Gründe: „Als junger Spieler bin ich jeden Tag mit der Buslinie 36 gefahren – denn die fuhr zum Trainingszentrum des FC Basel. Und außerdem sind die die meisten Spieler, die ich mag, Mittelstürmer: Und 3 plus 6 sind 9 – so setzt sich die 36 zusammen. Diese Nummer wollte ich unbedingt weiter haben.“

Seine Knieverletzung:
Breel Embolo hatte bisher wenig mit Verletzungen zu tun, aber im Vorfeld der Europameisterschaft machte ihm eine Blessur an der Patellasehne zu schaffen – „das war schon ernst zu nehmen“, sagt er: „Es ist ein Problem, das ich schon ein bisschen länger habe. Eigentlich ist es nicht so schlimm, ich habe bis dahin zweieinhalb Jahre in Basel nie ein Spiel wegen einer Verletzung aussetzen müssen. Aber als es nun kurz vor der EM wieder ausgebrochen ist, war es ein bisschen wie ein Schock. Doch als ich drei, vier Tage später wieder auf den Füßen stand, war mir klar, dass ich die EM ohne Angst bestreiten kann.“

Seine Entscheidung für Schalke:
„Für mich war klar, dass ich von Basel weggehe“, sagt Embolo: „Es war nur die Frage, wohin. Mir war klar, dass ich die Bundesliga als nächste Erfahrung machen will.“ Während der EM meldete sich dann Schalke – „ein Verein, der immer europäisch spielt, Tradition hat und seine Klasse gezeigt hat.“ Auch die Schalker Mannschaft hat ihm gefallen: „Sie ist sehr jung und hat sehr, sehr viel Potenzial. Dazu gibt es Spieler wie Huntelaar, Choupo-Moting oder Höwedes, zu denen man immer ein bisschen aufgesehen hat. Und auch die Spieler, die Schalke in den vergangenen Jahren verlassen haben, haben gezeigt, dass du hier in diesem Verein alles hast, um einer der besten Spieler der Welt werden zu können.“

Seine sportlichen Hoffnungen:
„Ich bin nicht als Lehrling gekommen, ich will der Mannschaft helfen, aber dabei auch viel lernen von den Spielern und vom Trainer. Ich will gewinnen und Tore schießen – dafür spielt man Fußball. Emotionen, Toreschießen, gewinnen – mit diesen Zielen bin ich angereist und nach Schalke gekommen.“

Seine Familie:
Breel Embolo ist erst einmal allein auf Schalke: „Ich habe meine Familie zuerst einmal in Urlaub geschickt nach Kamerun. Die soll abschalten. Ich wollte es bewusst so haben, dass ich hier auf Schalke erst einmal auf mich allein gestellt bin, um alles kennenzulernen. Nach dem Urlaub schauen wir dann, wer genau mitkommt.“ Seine Mutter habe es als Kind mit ihm übrigens immer ein bisschen schwer gehabt: „Ich war immer so voll mit Energie.“

Autor: Manfred Hendriock

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