Am Sonntag steigt der erste Schauinsland-Reisen-Cup der Traditionen. Die Teilnahmebedingungen sind alles andere als einfach zu erfüllen.

Duisburg

MSV empfängt Eintracht, Hertha und den FC Nantes

Dirk Retzlaff / Thomas Tartemann
16. Juli 2016, 09:07 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Am Sonntag steigt der erste Schauinsland-Reisen-Cup der Traditionen. Die Teilnahmebedingungen sind alles andere als einfach zu erfüllen.

Der MSV Duisburg teilte gestern über den Nachrichtendienst Twitter mit, dass am Sonntag in der Arena genügend Pokémons zu finden sein werden. Damit wäre dann auch für die Smartphone-Freaks gesorgt. Wer damit nichts anfangen kann, darf sich auf den Fußball konzentrieren. Um 13 Uhr beginnt das Turnier um den Schauinsland-Reisen-Cup der Traditionen. Der MSV Duisburg, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC Berlin und der französische Erstligist FC Nantes kämpfen um den Pokal, der selbst zur Tradition werden soll.

Mit diesem Turnier will der MSV die Fahne der Tradition hochhalten. Es soll künftig jährlich über die Bühne gehen. Mitspielen dürfen nur Klubs, die 50 Jahre zuvor in der ersten Liga ihres Landes am Ball waren.

Nicht nur für MSV-Trainer Ilia Gruev ist das Turnier ein Leistungstest im Hinblick auf die neue Saison, wobei die Spiele für die Zebras besonders viel Aussagekraft haben dürften. Bereits in knapp zwei Wochen steht für den MSV das erste Drittliga-Match gegen den SC Paderborn 07 an. Gruev erhofft sich Erkenntnisse, die ihn bei der Suche nach der idealen Startformation weiter bringen.

Leutenecker mit Stadionpremiere

Der MSV trifft in seinem Halbfinalspiel auf Bundesligist Eintracht Frankfurt. Nantes und Hertha BSC Berlin ermitteln den zweiten Endspielteilnehmer. Für die in der Vorbereitung bislang ungeschlagenen Meidereicher ist es die härteste Bewährungsprobe.

„Hertha, Eintracht Frankfurt und Nantes – das sind noch mal ganz andere Kaliber, als wir sie bisher in der Vorbereitung hatten“, sagt MSV-Mittelfeldturbo Andreas Wiegel, der die Gelegenheit nutzen möchte, um weitere Bonuspunkte im Hinblick auf einen Startplatz in der Meisterschaft einzusammeln. „Wir treten jeweils über 45 Minuten gegen Teams an, die zwei Ligen über uns spielen. Auch gegen solche favorisierten Mannschaften kann man sich Schwung für die 3. Liga holen“, sagt Wiegel und nennt auch das mögliche Rezept: „Wenn wir gute Konter setzen, können wir es den Erstligisten schwer machen.“ Frankfurt und Nantes sind für Wiegel Neuland, „aber gegen Hertha habe ich schon mit Aue in der 2. Liga gespielt. Da haben wir relativ klar verloren. Hertha ist damals in die Bundesliga aufgestiegen.“

Außenverteidiger Fabio Leutenecker, der sich ein heißes Stammplatzrennen mit Nico Klotz liefert, freut sich auf seinen ersten Auftritt als Duisburger Neuzugang in der Schauinsland-Reisen-Arena. „Ich kenne das Stadion ja noch aus meiner Zeit bei den Stuttgarter Kickers, aber jetzt ist es die Premiere als MSV-Spieler. Gegen Teams wie die Eintracht oder die Hertha spielt man nicht alle Tage. Wir freuen uns darauf“, so Leutenecker.

Schweigeminute für Nizza

Sollte der MSV am Sonntag im Finale oder im Spiel um Platz drei auf die „alte Dame“ treffen, wird diese Partie vermutlich aufschlussreicher sein als das Duell mit Frankfurt. Für Hertha beginnt die Feuerprobe am Donnerstag, 28. Juli, in der Europa-League-Quali gegen den Sieger aus Bröndby Kopenhagen/Hibernian Edinburgh. Der MSV startet einen Tag später gegen Paderborn in die Meisterschaft. Für Frankfurt beginnt der Ernstfall erst am 21. August mit dem Erstrunden-Pokalspiel beim 1. FC Magdeburg. Der FC Nantes beginnt in der Ligue 1 am 13. August in Dijon. Die Franzosen kommen noch ohne ihren urlaunenden EM-Star Kolbeinn Sightorsson, der mit Island bärenstarke Leistungen zeigte, nach Duisburg. Vor beiden Halbfinalspielen wird es in der Schauinsland-Reisen-Arena Schweigeminute für die Opfer des Anschlags in Nizza geben.

Autor: Dirk Retzlaff / Thomas Tartemann

Mehr zum Thema

Kommentieren