Er will in den Ring. Am liebsten schon im November in Deutschland. Ex-Fußball-Nationaltorhüter Tim Wiese bereitet sich auf eine zweite Karriere als Profi-Wrestler vor.

WWE-Interview

Tim Wieses irre Wrestling-Pläne

Björn Goldmann
12. Juli 2016, 15:12 Uhr

Er will in den Ring. Am liebsten schon im November in Deutschland. Ex-Fußball-Nationaltorhüter Tim Wiese bereitet sich auf eine zweite Karriere als Profi-Wrestler vor.

Seinen ersten Kampf könnte der 34-Jährige auf der Deutschlandtour des Marktführers WWE (World Wrestling Entertainment) bestreiten. Vielleicht sogar in Oberhausen am 8. November. Doch zuvor wartet die Vorbereitung im Performance Center der WWE in Orlando/Florida. In einem Interview mit der WWE verrät Wiese seine Pläne.

Herr Wiese, wie fühlen Sie sich derzeit?
Ich fühle mich gut. Ich freue mich auf die neue Aufgabe, auf das Performance Center der WWE. Ich bin großer WWE-Fan, schon als Kind war ich das. Ich habe dann zwar Fußball gespielt, aber jetzt, wo ich die Chance bekomme, werde ich meinen Mann stehen und Vollgas geben. Ich habe einen brutalen Ehrgeiz, ich wollte schon als Kind Bundesligaprofi und Nationaltorhüter werden. Diesen Ehrgeiz werde ich auch jetzt an den Tag legen und am Ende da stehen, wo die ganz Großen sind.

Das Medienecho nach Ihrer Vertragsunterzeichnung bei der WWE war ja riesig.
Ja, sehr riesig, gerade auf Facebook und bei Twitter. Sehr positiv auch, deshalb bin ich unheimlich motiviert.

Ihr Ziel ist die WWE Live-Tour im November in Deutschland.
Wenn alles gut läuft, werde ich da ein Match bestreiten können. Erst einmal kommt jetzt aber das Training in Orlando, auf das ich mich riesig freue. In dem Performance Center habe ich ja bereits einmal für vier Tage trainiert. Das ist ein sehr, sehr hartes Geschäft.

Ich versuche noch, bis Orlando ein paar Kilo Bison wegzuhauen
Tim Wiese

Sind Sie denn nicht nervös, die Erwartungen der deutschen Wrestling-Fans nicht erfüllen zu können?
Was heißt nervös, ich habe ja lange genug Fußball gespielt, da gab es ja auch große Spiele. Nervös darf man nicht sein. Ich gehe das Ganze mit Freunde an.

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Wie bereiten Sie sich auf das Trainingscamp vor?
Ich trainiere tagtäglich hart. Vor drei Jahren Jahren war ich ja noch ein schmaler Hecht mit 88 Kilo, zwischenzeitlich war ich auf 132 kg. Jetzt bin ich aber wieder auf 120 Kilo und gehe auch laufen, um die Kondition für den Ring zu haben.

Und wie sieht es mit der Ernährung aus?
Ernährung ist sehr, sehr wichtig. Wenn die Ernährung nicht stimmt, kannst du das Krafttraining auch vergessen. Ich versuche, sehr viel Eiweiß zu essen, also sehr viel Fleisch. Ich versuche noch, bis Orlando ein paar Kilo Bison wegzuhauen (lacht).

Wie war es für Sie überhaupt, erstmals bei der WWE dabei zu sein? Sie hatten ja schon einen kurzen Auftritt am 15. November 2014 in Frankfurt/Main.
Es war gigantisch damals in Frankfurt, die ganze Halle ist ausgerastet, der Lärm in dieser Kuppelhalle, die Fans gingen richtig ab – das war richtig geil, einfach nur gigantisch. Man kennt das aus dem Fußball, auf der einen Seite die eigenen, auf der anderen die gegnerischen Fans. Aber bei der WWE ist es wie eine Familie.

Werden Sie eigentlich im pinken Kampfoutfit in den Ring steigen?
Ob es rosa wird, wage ich zu bezweifeln.

Haben Sie eigentlich einen Wunschgegner?
Nein, auch im Fußball sagt man ja, man schaut von Spiel zu Spiel. Deshalb habe ich mir da auch noch keine großen Gedanken gemacht und lasse mich überraschen.

Autor: Björn Goldmann

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