Rot-Weiss Essen hielt sich in diesem Sommer auf dem Transfermarkt etwas zurückgehalten und präsentierte bisher nur fünf externe Zugänge.

Jan-Steffen Meier

Ein Wuppertaler Junge bei RWE

Krystian Wozniak
08. Juli 2016, 17:01 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Rot-Weiss Essen hielt sich in diesem Sommer auf dem Transfermarkt etwas zurückgehalten und präsentierte bisher nur fünf externe Zugänge.

Einer davon ist [person=5113]Jan-Steffen Meier[/person]. Der 24-Jährige wechselt von der SG Wattenscheid 09 an die Hafenstraße. Geboren und wohnhaft ist der defensive Mittelfeldspieler jedoch in Wuppertal. Zudem spielte er nicht nur für die erste Mannschaft des WSV, sondern durchlief auch einige Jugendmannschaften des bergischen Traditionsklubs. Er weiß am Besten, dass es eine besondere Konstellation ist, als Wuppertaler für RWE aufzulaufen. RS unterhielt sich mit Jan-Steffen Meier.

Jan Steffen-Meier, am 3. Spieltag geht es für Rot-Weiss schon ins Stadion am Zoo. Wie groß ist die Vorfreude auf das persönliche Meier-Heimspiel?
Als der Spielplan raus kam, habe ich natürlich geschaut, wann wir gegen Wuppertal spielen. Das ist als gebürtiger Wuppertaler ein schönes Spiel für mich. Ich kenne die Rivalität zwischen den Fan-Gruppen. Die Stimmung wird heiß sein. Aber ich will das auch nicht überbewerten, auch hier gibt es nur drei Punkte zu gewinnen. Ich freue mich auch auf die Partien gegen Schalke II und Wattenscheid. Duelle gegen die Ex-Klub sind immer schön.

Mussten Sie sich eigentlich schon bezüglich ihrer Wuppertaler Heimat Sprüche von den RWE-Fans anhören?
Beim Angrillen fiel schon der eine oder andere Satz. Aber da war natürlich alles mit einem Augenzwinkern versehen. In der Familie habe ich keine Probleme. Meine Familie ist immer von dem Verein Fan, für den ich gerade spiele (lacht).

Fiel es Ihnen eigentlich schwer, Wattenscheid 09 nach der tollen Saison zu verlassen?
Ja, klar. Wir haben ein sensationelles Jahr gehabt und waren eine echte Einheit. Eigentlich schon ein Stück mehr. Gemeinsam mit dem Trainerteam war das schon eine Art Familie. Es war eine tolle Zeit in Wattenscheid. Aber am Ende muss man auch an seine eigene Karriere denken. Ich habe ja in der Kabine schon mitbekommen, dass der Großteil der Mannschaft gehen wird. Und als Rot-Weiss Essen anfragte, musste ich nicht lange nachdenken.

Warum?
Weil es einfach ein toller Verein ist. In der Regionalliga kann da eigentlich nur Alemannia Aachen mithalten. RWE ist Fußball pur. Ich freue mich, dass ich alle zwei Wochen in diesem tollen Stadion auflaufen darf. Bislang kannte ich die Essener Kulisse nur als Gegner. Jetzt spiele ich für die vielen tausend RWE-Fans - ein geiles Gefühl.

Es ist eine Ehre für diese Menschen zu spielen. Genau dafür spielen wir doch Fußball.
Jan-Steffen Meier

Es gibt auch Spieler, die mit dieser Kulisse nicht klar kommen, weil der Druck zu groß ist. Haben Sie davor ein wenig Sorge?
Nein! Es ist eine Ehre für diese Menschen zu spielen. Genau dafür spielen wir doch Fußball. Ich sehe das als Motivation und nicht als Druck an. Diese Fans werden mich zusätzlich pushen.

Was für eine Bild haben Sie von der Mannschaft?
Wir haben ein richtig gutes Team. Ich spiele ja schon sechs Jahre in der Liga und kannte einige Jungs und wurde super aufgenommen. Ich hoffe, dass wir viel Erfolg gemeinsam haben werden.

Was ist in der neuen Serie für RWE drin?
Natürlich wollen wir oben mitspielen. Aber es bringt jetzt nichts, irgendwelche Parolen rauszuhauen. Wir wollen einen guten Start erwischen und dann einfach von Spiel zu Spiel schauen. Alles andere ergibt keinen Sinn.

Autor: Krystian Wozniak

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