Borussia Dortmund steht alles andere als eine leichte Saison bevor – meint zumindest Linksverteidiger Marcel Schmelzer:

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Schmelzer sieht BVB nach Umbruch nicht als Bayern-Jäger

Sebastian Weßling
06. Juli 2016, 08:51 Uhr
Foto: firo

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Borussia Dortmund steht alles andere als eine leichte Saison bevor – meint zumindest Linksverteidiger Marcel Schmelzer:

„Wenn der Kapitän die Mannschaft verlässt und dann auch noch Henrikh Mkhitaryan, der an über 50 Toren beteiligt war, ist das schon ein krasser Umbruch, der hier im Sommer passiert ist“, sagte der 28-Jährige nach dem BVB-Auftakttraining am Dienstag. „Es wird eine schwierige Saison und eine schwierige Vorbereitung, bei der wir die vielen Neuen schnell integrieren müssen.“ Deshalb sei der BVB auch kein Bayern-Verfolger. „Wir haben drei wichtige Spieler verloren“, erklärte Schmelzer. „Da wäre es sehr vermessen zu sagen, dass wir Bayern angreifen wollen.“ Ziel sei die erneute Qualifikation für die Champions League.

Schmelzer ist einer der dienstältesten BVB-Profis

Dennoch freut sich Schmelzer auf die anstehende Spielzeit mit den vielen Neuzugängen. „Das ist schon richtig Qualität, die wir bekommen haben“, sagte er – ohne sich daran zu stören, dass darunter mit dem portugiesischen EM-Teilnehmer Raphael Guerreiro auch ein direkter Konkurrent für die Linksverteidiger-Position ist. „Das ist nichts Neues für mich“, gab er sich betont entspannt. „Es sind schon viele neue Linksverteidiger gekommen, seit ich hier bin und ich konnte oft lesen, dass meine Zeit vorbei ist. Aber ganz leicht werde ich es auch ihm nicht machen.“

Schmelzer ist inzwischen einer der dienstältesten BVB-Profis – und damit zwangsläufig ein Kandidat für die Nachfolge von Mats Hummels als Kapitän. Auch zu dem Thema blieb er am Dienstag unaufgeregt: „Meine Rolle in der Mannschaft würde sich dadurch nicht großartig ändern“, sagte der Abwehrspieler, der bislang mit Hummels, Nuri Sahin, Marco Reus und Roman Weidenfeller den Mannschaftsrat bildete. „Wir sprechen schon bisher so viele Sachen intern an und klären die, dass es gar nicht wichtig ist, wer von uns Kapitän ist.“

Autor: Sebastian Weßling

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