MSV

Die Rückkehr in den Niederrheinpokal

Thomas Kristaniak
04. Juli 2016, 09:07 Uhr
Foto: firo

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"Champions League kann jeder?.?.?.“ Die Verantwortlichen des MSV Duisburg hatten im vergangenen Sommer gehofft, dass sie den mit diesen Worten beginnenden Fangesang möglichst schnell wieder in die Mottenkiste würden packen können.

Daraus wurde aber nichts: Nach dem Abstieg der Zebras aus der 2. Fußball-Bundesliga steht für die Mannschaft von Ilia Gruev nun wieder die Teilnahme am Niederrheinpokal an, den der MSV in der Saison 2013/14 durch ein 5:2 im Finale gegen den Oberligisten TV Jahn Hiesfeld gewinnen konnte. Das bescherte – weil das sportliche Abschneiden in der 3. Liga dazu bei weitem nicht ausreichte – die Teilnahme am DFB-Pokal mit zwei herausragenden Spielen gegen den 1. FC Nürnberg und den 1. FC Köln. Am Montag (18.30 Uhr) werden in der Sportschule Wedau die Paarungen für die erste Runde des aktuellen Wettbewerbs im Niederrheinpokal ausgelost; neben dem MSV sind als weitere Duisburger Vertreter Bezirksligist Hamborn 07 und A-Ligist DFV 08 im Topf.

Apropos DFV 08: Für die Hochfelder war der große Nachbar vor zwei Jahren das erhoffte Traumlos. 2000 Zuschauer verfolgten seinerzeit das Duell im Leichtathletikstadion, das mit einem standesgemäßen 9:0 endete. Wie groß die Begeisterung der MSV-Fans aktuell aussehen wird, bleibt abzuwarten. Bei den zwei bisherigen Teilnahmen am Niederrheinpokal sah es überwiegend so aus, dass die Partien der ersten Runden gegen „kleine“ Gegner mit getauschtem Heimrecht im Homberger PCC-Stadion ausgetragen wurden. Klar ist angesichts der Verteilung der Teilnehmer auf zwei Töpfe, dass es kein Aufeinandertreffen mit Klubs aus der Regional- oder Oberliga geben wird – also auch nicht mit dem zuletzt zweimal in Folge in diesem Wettbewerb siegreichen Revierrivalen Rot-Weiß Essen. Als weitere Regionalligisten sind Rot-Weiß Oberhausen – Endstation für den MSV im Halbfinale der Saison 2014/15 – und Aufsteiger Wuppertaler SV mit von der Partie.

Diese sind natürlich im Umkehrschluss potenzielle Gegner für Hamborn 07 und den DFV 08. Im Kreis 9 hatte außerdem noch der DSV 1900 die grundsätzliche Qualifikation geschafft, musste dann aber durch den MSV-Abstieg noch ein Entscheidungsspiel gegen den Landesliga-Gruppengegner VfB Speldorf bestreiten, das mit 1:3 verloren ging. Duisburgs zweithöchster Klub, Oberliga-Rückkehrer VfB Homberg, ist in diesem Jahr nicht mit von der Partie: Die Gelb-Schwarzen scheiterten schon in der zweiten Runde des Moerser Kreispokals am SV Sonsbeck, der sich letztlich ein Hauptrundenticket sichern konnte.
Ein Wiedersehen mit einem Gegner aus den beiden vergangenen Pokalteilnahmen ist für den MSV übrigens in Runde eins noch nicht möglich. Der SV Hönnepel-Niedermörmter, der TSV Meerbusch (damals TuS Bösinghoven), der TV Jahn Hiesfeld und der Cronenberger SC sind allesamt im selben Topf wie die Zebras. Der größte „Underdog“ wartet mit dem TSV Boisheim: Die Viersener wurden in der vergangenen Saison Siebter der Kreisliga B im Kreis Kempen/Krefeld.

Autor: Thomas Kristaniak

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