Johannes Wurtz darf beim VfL endlich wieder auf Torjagd gehen.

VfL Bochum

Wurtz greift an -ein Doppelpack zum Einstand

Tobias Hinne-Schneider
03. Juli 2016, 14:22 Uhr
Foto: firo

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Johannes Wurtz darf beim VfL endlich wieder auf Torjagd gehen.

Sonntagmittag in der Innenstadt, nach acht absolvierten Trainingseinheiten in der ersten Trainingswoche und 45 Testspielminuten, genießen [person=1706]Marco Stiepermann[/person], [person=4395]Tom Weilandt[/person] und [person=4814]Johannes Wurtz[/person] gemeinsam den trainingsfreien Tag. Letzterer hatte am Vortag endlich das Erlebnis, was er in Fürth lange vermisst hat. Dort nämlich hatte man den gelernten Stürmer fast ein Jahr lang auf die rechte Verteidigerposition verbannt. In Bochum will er nun endlich wieder das tun, was er im Fußball am meisten liebt - auf Torejagd gehen.

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Grade mal eine Woche ist es her, als der 24-Jährige sich selbstbewusst gegenüber RS äußerte: "Ich bin ein mitspielender Stürmer, bin torgefährlich und brauche nur wenige Chancen." Ein Mann, ein Wort - auch wenn es am Samstagnachmittag nur gegen den Westfalenligisten Concordia Wiemelhausen ging. So konnte der Saarländer bei seinem 45-minütigen Einsatz seine Qualitäten schon einmal andeuten.

Obwohl er sich nach seiner Einwechselung zur Pause umgeben von einer verstärkten U19-Auswahl sah, stellte er seine Torgefahr nachhaltig unter Beweis. Erst bereitete er durch einen Pfostentreffer das 3:0 durch [person=29819]Görkem Saglam[/person] vor, dann wuchtete er den Ball im zweiten Versuch zum 4:0 über die Line und in der Schlussminute wuchs der 1,82 Meter große Angreifer über sich selbst hinaus und köpfte den Ball unhaltbar zum 5:0-Endstand ein. "Nach der ersten Trainingswoche war ich ganz schön kaputt. Schließlich musste ich beim Gegenpressing in der Spitze ganz schön malochen. Das fällt einem zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas schwer."

Wurtz hat als offener Typ mit den neuen Gegebenheiten an der Castroper Straße keine Probleme. "Einer der Gründe, warum ich zum VfL gewechselt bin, ist die Art und Weise wie der Trainer hier Fußball spielen will. Diese Leidenschaft war ausschlaggebend dafür, dass ich mich für Bochum entschieden habe", so Wurtz.

Schneller als seine Teamkollegen ist er bei der Wohnungssuche fündig geworden und verrät: "Mitte Juni habe ich eine Wohnung." Momentan ist der Angreifer in Bochum noch alleine. "Meine Freundin Leonie setzt ihr Medizinstudium in Mainz fort. Ihr Praktikum will sie dann aber in Bochum machen", freut sich der Angreifer auf Unterstützung im Ruhrgebiet.

Dass der VfL Bochum in der Sommerpause seine komplette Offensive verloren hat, ist für Wurtz eine Herausforderung: "Ich denke, dass wir die Abgänge kompensieren können und eine ordentliche Runde spielen. Wir werden sehen, was dabei heraus kommt." Dabei nimmt sich der Stürmer in die Pflicht: "Ich bin unzufrieden mit meine letzten zwei Jahren in Fürth. Die sind sehr unglücklich gelaufen. Jetzt habe ich richtig Lust auf die neue Aufgabe in Bochum." Die will er mit der Rückennummer 9 in Angriff nehmen. Wie professionell es an der Castroper Straße zugeht, dafür hat er schnell ein Beispiel parat: "Bisher kannte ich es nur, dass nach einer Trainingseinheit einer der Co-Trainer noch einmal mit den Angreifern eine Torschusseinheit absolviert. Dass der Verein jetzt plötzlich einen speziellen Angriffstrainer verpflichtet, habe ich noch nie erlebt. Ich begrüße das ausdrücklich, davon werden wir vorne alle profitieren. Schließlich gibt es immer etwas zu verbessern."

Dass er nochmal wie zuletzt in Fürth auf die Position des rechten Außenverteidigers verbannt wird, befürchtet er nicht: "Das war damals auch im Frankenland eine Notlösung um der Mannschaft im Abstiegskampf zu helfen. Christian Hochstädter und Gertjan Verbeek haben mich wegen anderer Qualitäten geholt."

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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