Dicke Luft in der Oberliga Westfalen. Die Hammer SpVg. und Ortsrivale Westfalia Rhynern liegen im Clinch.

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Hammer Klubs wegen Ex-Schalker im Clinch

01. Juli 2016, 22:03 Uhr
Foto: Tillmann

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Dicke Luft in der Oberliga Westfalen. Die Hammer SpVg. und Ortsrivale Westfalia Rhynern liegen im Clinch.

Im Mittelpunkt der Debatte zwischen den beiden Hammer Klubs steht die Frage, für welchen Verein Linksverteidiger [person=4972]Felix Frank[/person] nun seine Zusage gegeben hat. Unterschrieben hat der 24-Jährige, der vom SV Rödinghausen in die Oberliga Westfalen wechseln wird, noch nirgends. Wohl aber soll er das mündliche Versprechen gegeben haben, in der kommenden Saison am Papenloh aufzulaufen. Dort spielt der SV Westfalia Rhynern, der eigentlich schon fest mit dem ehemaligen Regionalliga-Spieler geplant hat.

Untermalt hat Frank, der in der vergangenen Saison für die Sportfreunde Lotte und den SV Rödinghausen spielte, seine mündliche Zusage per SMS, in der er nicht nur sein Kommen zur Vertragsunterschrift, sondern auch zu dem vom Verein arrangierten Vorstellungsgespräch zusicherte. Diese SMS liegt RevierSport vor. Aktuell jedoch trainiert der Deutsch-Russe bei der Hammer SpVg. mit. Für die wird er in der kommenden Saison wohl auch auflaufen. Dies haben Spieler und Verein gegenüber dieser Redaktion bereits bestätigt.

Frank hatte noch keinen Vertrag unterschrieben

Erste Zweifel daran, dass das Wort des ehemaligen Jugend- und U23-Spielers von Schalke 04 in Stein gemeißelt sei, habe Martin Schiffer gehabt, nachdem Frank aus dem Urlaub gekommen war. Der Sportliche Leiter der Westfalia habe festgestellt, dass er „sich ziemlich gewunden habe“, als es um die Organisation eines Termins ging. „In der Folge kamen Gerüchte auf, dass er in Hamm vorgesprochen hat“, berichtet Schiffer weiter. Die Verantwortlichen des SV Westfalia traten noch einmal mit dem Spieler in Kontakt, erhielten von ihm auch die Bestätigung darüber, dass noch ein weiterer Verein im Rennen um seine Dienste sei. Auf die mündliche Zusage und die Kaderplanung des Vereins angesprochen, entgegnete Frank lediglich, dass er in Rhynern noch keinen Vertrag unterzeichnet habe.

Die Worte, die ich dafür übrig habe, sind nicht gesellschaftsfähig
Martin Schiffer, Sportlicher Leiter SV Westfalia Rhynern

Am Papenloh herrscht immer noch große Enttäuschung. Zumal die Verantwortlichen den Wechsel des Linksverteidigers bereits kommuniziert und demnach die Öffentlichkeit über die Verpflichtung in Kenntnis gesetzt hatten. Dass die Gespräche mit der HSV dann dennoch intensiviert wurden, entzieht sich der Auffassung der Rhyneraner Verantwortlichen über das sportliche Miteinander. „Die Worte, die ich dafür übrig habe, sind nicht gesellschaftsfähig“, verpasst sich Schiffer einen Maulkorb, wenn es um seine Wertung des Verhaltens von Spieler und Konkurrent geht.

Bekanntlich melden wir Neuzugänge erst dann, wenn auch vertraglich alles unter Dach und Fach ist
Schriftliche Stellungnahme der Hammer SpVg.

Rund um die EVORA-Arena, wo die „Rotblusen“ ihre Heimspieltstätte haben, schwankt die Stimmung zwischen Gelassenheit und Verwunderung. Mit dem Spieler ist sich der Klub einig, in den kommenden Tagen wird aller Voraussicht nach die Unterschrift unter den Vertrag gesetzt. „Natürlich haben wir seinerzeit die Meldung über die Verpflichtung von Felix Frank in Rhynern gelesen. Darauf angesprochen hat uns Felix mitgeteilt, dass er der Westfalia zu keinem Zeitpunkt eine Zusage gegeben habe und er die Meldung daher nicht nachvollziehen könne. Anderenfalls hätten wir die Gespräche sofort abgebrochen“, lässt der Verein in einer schriftlichen Stellungnahme zu dem Thema verlauten. Weiter heißt es dort: „Wir hoffen, dass wir in kürzester Zeit Vollzug melden können. Bekanntlich melden wir Neuzugänge erst dann, wenn auch vertraglich alles unter Dach und Fach ist.“

Das ist den Verantwortlichen am Papenloh nicht genug. Natürlich hat der Verein das Jobangebot, das die Offerte für den Hoffnungsträger aus Rödinghausen komplettieren sollte, zurückgezogen. Doch Schiffer plant bereits weitere Schritte. „Wir werden uns beim Verband erkundigen, ob wir Mittel gegen das Verhalten des Spielers oder des Vereins haben“, erklärt der Sportliche Leiter.

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