Nach dem Abstieg in die Landesliga sieht Sportdirektor Frank Kontny die Zweitvertretung der Kleeblätter in der kommenden Saison nicht in der Pflicht.

RWO II

Perspektivteam ohne Zugzwang

Marlon Irlbacher
01. Juli 2016, 09:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Nach dem Abstieg in die Landesliga sieht Sportdirektor Frank Kontny die Zweitvertretung der Kleeblätter in der kommenden Saison nicht in der Pflicht.

Mit 31 Punkten ist die Zweitvertretung von Rot-Weiß Oberhausen in der abgelaufenen Spielzeit in der Oberliga Niederrhein mit neun Punkten Abstand zum rettenden Ufer abgestiegen. Ursächlich dafür war eine schwache Hinrunde, in der nur sieben Zähler eingefahren wurden.

Für Oberhausens sportlichen Leiter Kontny bestehe kein Grund zur Sorge: "Unsere U23 ist eine reine Perspektiv-Mannschaft, in der junge Spieler ausgebildet werden sollen. Ob dieses Team in der Landesliga oder in der Oberliga spielt, ist völlig nebensächlich". Außerdem will er die Abstiegs-Saison nicht so schwach gesehen haben, wie sie die Tabelle darstellt. "In der Rückrunden-Tabelle waren wir immerhin Fünfter", fügt er hinzu.

"Wir geben überhaupt keine Ziele aus. Die Spieler sollen innerhalb von zwei bis drei Jahren für den Profikader vorbereitet werden. Wir möchten in der Landesliga eine gute Rolle spielen und ordentlichen Fußball bieten", drückt Kontny die Erwartungen. Ohnehin gebe es in der Liga "keine Favoriten".

"Ich finde es respektlos, anderen Teams gegenüber von Favoriten oder Nicht-Favoriten zu sprechen", führt Kontny fort. "Wer die meisten Spiele gewinnt, steht am Ende ganz oben. So einfach ist das." Wichtig sei zudem, die Mannschaft "für sich" spielen zu lassen und sie nicht wöchentlich mit Spielern aus dem Profikader zu füllen. "So können sich die Jungs am besten einspielen und gemeinsam wachsen", ist Kontny überzeugt.

Stand jetzt besteht der Kader aus nur 14 Spielern, da die Verantwortlichen der Kleeblätter noch mitten in der Kaderplanung stecken. "Wir haben zusammen mit den U23-Trainern Mike Terranova und Dimitrios Pappas eine genaue Vorstellung, wie der Kader zum Landesliga-Start aussehen soll", erklärt der Ex-Profi. Am 08. Juli wird die Mannschaft das Training wieder aufnehmen.

Dann wird sich zeigen, mit welcher Kader-Größe das Team um Terranova und Pappas in die Saison starten wird. Wohin der Weg dabei führt, ist noch völlig offen, zumal die Konkurrenz in der Landesliga 2 nicht schläft. Mit Kleve, dem FSV Duisburg und Rhede haben sich einige Mannschaften noch einmal verstärkt und peilen in der kommenden Saison den Aufstieg an.

Autor: Marlon Irlbacher

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