Die Tour entlang der Emscher endet mit einem historischen Ereignis: Als erstes Team überhaupt konnte Rot-Weiß Oberhausen vor 2000 Zuschauern seinen Titel verteidigen.

Emscher-Junior-Cup

RWO verteidigt den Titel

26. Juni 2016, 22:18 Uhr
Foto: firo

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Die Tour entlang der Emscher endet mit einem historischen Ereignis: Als erstes Team überhaupt konnte Rot-Weiß Oberhausen vor 2000 Zuschauern seinen Titel verteidigen.

Groß war der Jubel des Oberhausener Anhangs um Präsident Hajo Sommers, U23- und U9-Co-Trainer Mike Terranova sowie des Regionalliga-Teams. Mit 3:2 nach Neunmeterschießen setzten sich die Kleeblätter im Finale gegen die SSV Buer durch.

Auch U9-Chefcoach Maik Reidermann war die Freude nach Abpfiff des Finals deutlich anzusehen. Er war auch schon im Vorjahr beim Turniersieg verantwortlich. Nun gelang ihm mit seiner Truppe als erster überhaupt die Titelverteidigung. „Es war ein hartes Stück Arbeit“, räumt er erleichtert ein. „Wir sind glücklich darüber, dass wir das geschafft haben. Es ist ein super Erlebnis für die Jungs vor dieser Kulisse und bei diesem Teilnehmerfeld.“

Den Hattrick wird Reidermann aber nicht in Angriff nehmen, schließlich wird er mitsamt des Teams nun in einen höheren Jahrgang gehen. Dennoch wird er seinem Nachfolger mit Rat und Tat zur Seite stehen, damit es für die Kleeblätter zum dritten Mal zum Cup-Sieg kommt. „Ich werde mich auf jeden Fall mit ihm zusammensetzen und ihm einige Tipps geben“, verrät er mit einem Augenzwinkern.

Jungjahrgang des SV Horst-Emscher überzeugt

Dennoch war es alles andere als ein Durchmarsch für die Rot-Weißen. So machte der Jungjahrgang von Horst-Emscher 08 den Oberhausenern das Leben schwer. Erst kurz vor dem Abpfiff erzielten die Kleeblätter das so wichtige 1:0. Die Gelsenkirchner sorgten ohnehin lange Zeit für Furore und waren die letzten Verbliebenen der 2008 geborenen und kamen damit sogar weiter als ihre ein Jahr älteren Vereinskollegen. „Da werden wir intern noch einmal drüber sprechen müssen“, scherzt Co-Trainer Öz Aslan. „Wir sind wirklich stolz, dass wir das geschafft haben.“
Dabei hatten die Schwarz-Weißen bei der Auslosung alles andere als Losglück - zumindest aus Sicht des Linienchefs Serkan Özmekik, seinerseits glühender Fan von Fenerbahce Istanbul. Bei dem im Champions-League-Modus ausgetragenen Turniers trat Horst-Emscher im Namen des Erzfeinds Galatasaray an. „Ich habe im ersten Moment sofort gesagt, dass ich nicht mitkomme“, lacht Özmekik.

Ein Glück, dass er sich doch noch anders entschieden hat. Schließlich hätte er dann nicht nur den obligatorischen Einlauf inklusive aller Kreativität der einzelnen Mannschaften verpasst, sondern auch die vielleicht lautesten Fans der Turniergeschichte: die Elternschaft des FC Karnap, der sich über den Fairnesspokal für die Endrunde in Oberhausen qualifiziert hatte. Die hatten sich eigens für das Turnier T-Shirts drucken lassen. Darauf zu sehen war das Essener Stadtwappen (Karnap rot eingefärbt), die „Sieger-der-Herzen“-Sterne und das Karnaper Motto: „Hier brennt die Leidenschaft. Die Jungs freuen sich da richtig drüber, wenn es ein bisschen Action gibt“, verrät Co-Trainer Abdelkasim Zaitouni, der bei den Essenern seinen Sohn und Mannschaftsspielführer Ramin trainiert. „Das ist fast schon wie in der Bundesliga.“

Ein ähnliches Fazit zog auch Hamms Coach Normen Droste. Die Rothosen haben für die Teilnahme eine Distanz von rund 160 Kilometern auf sich genommen, holten sich am Ende im Neunmeterschießen gegen den TSV Marl-Hüls den dritten Platz: „Die Fahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt.“

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