Knapp vier Stunden dauerte die Jahreshauptversammlung von Rot-Weiss Essen am Sonntag in der Messe Essen. Dabei wurde auch über ein äußerst pikantes Thema diskutiert.

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Diskussion um Bordell-Werbung

Martin Herms
26. Juni 2016, 17:13 Uhr

Knapp vier Stunden dauerte die Jahreshauptversammlung von Rot-Weiss Essen am Sonntag in der Messe Essen. Dabei wurde auch über ein äußerst pikantes Thema diskutiert.

In puncto Marketing hat Rot-Weiss Essen in den letzten Jahren einen großen Schritt nach vorne gemacht. RWE-Präsident Michael Welling und sein Team haben dafür gesorgt, dass der Verein, der im Jahr 2010 fast von der Bildfläche verschwunden wäre, finanziell hervorragend aufgestellt ist. Auf einen kleinen Teil der letztjährigen Einnahmen hätte ein Mitglied der Rot-Weiss Essen aber gerne verzichtet.

Während der Jahreshauptversammlung prangerte jener RWE-Fan an, dass der Klub in der vergangenen Saison für einen Saunaclub geworben hat. Äußerst pikiert ließ der Mann seinem Frust über den ungewöhnlichen Werbepartner freien Lauf: "Auf so etwas können wir verzichten. Das ist peinlich für Rot-Weiss Essen. Wie denken denn die Spielerfrauen über so etwas? Georg Melches würde sich im Grab umdrehen."

Bei einem Großteil der Mitglieder stieß der Einwand auf Unverständnis und lautes Gelächter. RWE-Präsident Michael Welling rechtfertigte die Werbung. "Die Frage ist, wo eine Grenze gezogen wird. Sollten wir etwa auf Firmen wie Stauder oder Thyssen Krupp verzichten? Wir achten schon ganz genau darauf, mit wem wir zusammenarbeiten. Aber dass durch die Werbung für einen Saunaclub Spielerfrauen in ein schlechtes Licht gerückt werden, halte ich für übertrieben", sagte Welling, der mit einem Schmunzeln hinzufügte: "Ich verzichte lieber auf Red Bull als auf einen Puff."

Autor: Martin Herms

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