Die Verantwortlichen von RB Leipzig müssen sich in Geduld üben.

MSV

Traditionsturnier mit Frankfurt, Hertha und Nantes

Dirk Retzlaff
23. Juni 2016, 08:32 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Die Verantwortlichen von RB Leipzig müssen sich in Geduld üben.

Frühestens im Jahr 2066 werden sie vom MSV Duisburg eine Einladung erhalten, um um den „Schauinsland-Reisen-Cup der Traditionen“ mitspielen zu dürfen. Andreas Rüttgers, ehemaliger MSV-Präsident und am Mittwoch als Vertreter von Hauptsponsor Schauinsland-Reisen bei der Pressekonferenz des Klubs präsent, erklärte, „dass es ganz harte Kriterien gibt, um beim Turnier mitmachen zu dürfen.“ Das Hauptkriterium: Der Klub muss mindestens vor 50 Jahren in der ersten Liga gespielt haben. Das trifft nicht nur für den MSV Duisburg, der am Sonntag, 17. Juli, in seiner Arena Gastgeber sein wird, sondern auch auf die teilnehmenden Klubs Eintracht Frankfurt, Hertha BSC Berlin und FC Nantes aus Frankreich zu.

Der MSV will in Zeiten, in denenen immer mehr vermeintliche Retortenklubs auf die Fußball-Bühne treten, die Fahne der Tradition hochhalten. Allerdings stellt Geschäftsführer Peter Mohnhaupt klar, dass es keinesfalls darum geht, nur die alten Zeiten zu feiern. „Wir wollen aus der Tradition eine erfolgreiche Zukunft machen.“

Auch das Traditionsturnier soll beim MSV zur Tradition werden. Es soll auch in den nächsten Jahren in der Sommerpause über die Bühne gehen. Eine Agentur, die den MSV dabei unterstützt, will dieses Format etablieren. Und bereits vor der ersten Auflage ist das Interesse, so Andreas Rüttgers, international groß: „Für die kommenden Jahre gibt es schon genügend Anfragen.“ Zu den Interessenten gehören unter anderem Leeds United und die Glasgow Rangers.

Hübner und Preetz kommen
Eintracht Frankfurt hat, so Rüttgers, seinen Sommerfahrplan extra für die Turnierteilnahme umgestrickt. Rüttgers: „Die Eintracht war unser absoluter Wunschverein – auch weil es eine sehr lange Fanfreundschaft zwischen Duisburgern und Frankfurtern gibt.“

Eintracht Frankfurt kommt mit Ex-MSV-Manager Bruno Hübner. Bei Hertha BSC Berlin übt dieses Amt Michael Preetz aus, der früher für die Zebras als Stürmer unterwegs war. Mit dem FC Nantes kommt der achtmalige französische Meister an die Wedau. Für Nantes stürmt auch Kolbeinn Sigþórsson, der gerade mit Island bei der Europameisterschaft für Furore sorgt.

Das Turnier beginnt am 17. Juli um 13 Uhr. Alle Spiele dauern 45 Minuten. Im ersten Halbfinale trifft der MSV Duisburg auf Eintracht Frankfurt, im zweiten Hertha BSC auf den FC Nantes. Im Falle eines Remis gibt es sofort ein Elfmeterschießen. Im Spiel um Platz drei und im Finale geht es dann um die Platzierungen.

Zwischen dem Halbfinale und den Endspielen steigt ein Einlagespiel über zweimal 15 Minuten. Eine Duisburger Traditionself, die Ex-Stürmer Aziz Anhanfouf anführt, trifft auf eine Riege, der Ex-Nationalspieler Mario Basler vorsteht. Im Rahmenprogramm tritt Mia Julia auf. Die ehemalige Pornodarstellerin will als „Party-Königin von Mallorca“ den Fans einheizen. Auch wenn die Künstlerin mittlerweile nur noch singt, verspricht der MSV Duisburg in seiner Pressemitteilung: „Als Mia Magma wird sie natürlich auch einen kleinen Hauch von Erotik durch die Schauinslandreisen-Arena wirbeln.“

Autor: Dirk Retzlaff

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren