Drei Wochen lang konnten die Spieler von Rot-Weiss Essen die Seele baumeln lassen und den Ballast aus der Vorsaison abwerfen

RWE

Windmüller vor der Unterschrift, Arenz vor Abgang

Ralf Wilhelm
19. Juni 2016, 17:51 Uhr
Foto: Gohl

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Drei Wochen lang konnten die Spieler von Rot-Weiss Essen die Seele baumeln lassen und den Ballast aus der Vorsaison abwerfen

Ab Montag (Trainingsauftakt an der Bäuminghausstraße ist um 15 Uhr) wird nur noch nach vorne geschaut. Die Trainingsstätte für zwei Wochen, weil der Trainingsplatz am Stadion Essen einen neuen grünen Teppich erhält und aufbereitet wird.

Eine Steilvorlage für die kommende Saison gab es bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag, als U17-Nationalspielerin Carolin Siems für den Regionalligisten aus der prall gefüllten Lostrommel – mal wieder – einen Zweitligisten fingerte: Die Arminia aus Bielefeld wird es sein, die in der Zeitspanne vom 19. bis 22. August an der Hafenstraße aufkreuzen wird. Statt die erhofften Kracher Schalke oder Bayern mal wieder ein Gast aus den Tiefen der Zweiten Liga. Aber, wer weiß, wofür es gut ist?

„Nun ja, ich habe ja vergangenen Dienstag lernen müssen, dass es für uns auch schlagbare Zweitligisten gibt, von daher will ich mich nicht beklagen“, konnte sich RWE-Coach Sven Demandt einen kleinen süffisanten Seitenhieb auf den chronischen Optimismus im rot-weissen Lager nicht verkneifen. Etwas ernsthafter fügte er an: „Es ist nicht das erhoffte Traumlos. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit nicht hoch ist weiterzukommen, ist sie auf jeden Fall höher als gegen einen attraktiven Erstligisten. Wir werden für den Pokalfight bereit sein.“

Doch bis dahin wird noch reichlich Trainingsschweiß fließen, mit welchem endgültigen Personal, das werden die nächsten Wochen zeigen. Gut möglich, dass beim Start auch Abwehrspieler Gino Windmüller mit von der Partie sein wird. Das Tintenfass steht bereit, nun muss die Tinte unter dem neuen Kontrakt nur noch trocken werden, vermutlich schon am Montag. Ganz sicher nicht wird es ein Comeback von Lucas Arenz im RWE-Trikot geben, da sind alle Seiten um eine schnelle Auflösung des Vertrages bemüht.

Gar nicht schnell wird wohl die Trennung der Stürmer Joachim Osvold und Emre Yesilova über die Bühne gehen, beiden wurde ja angeraten, sich anderweitig umzuschauen. Während der Ex-Krayer momentan angeschlagen ist, wird der Norweger beim Auftakt wohl mit von der Partie sein.

Auf der Kommandobrücke ist es nach dem Abgang der Assistenten Stefan Lorenz (Vertrieb Stauder) und Jürgen Lucas (Sportdirektor) einsam geworden um Demandt, ein Nachfolger ist noch nicht bestimmt: „Das wird nicht in den nächsten ein, zwei Tagen geschehen, es wird dann ein Mann meines Vertrauens werden.“ Einer, mit dem der erfolgreiche Coach in der Vergangenheit schon zusammenarbeitete? „Beides ist möglich“, so Demandt.

Auch bei dem stürmenden Ersatz für den abgewanderten Marwin Studtrucker will man sich noch Zeit lassen. Ein Kreis von Kandidaten ist im Visier, nun wartet man wohl, dass zum Ende der Transferperiode die Preise purzeln. Und wer weiß, vielleicht kommt ja noch ein Zuschuss aus der zweiten DFB-Pokalrunde....

Autor: Ralf Wilhelm

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