Über 80 Minuten lieferten sich die B-Junioren von Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen einen packenden Fight um die Deutsche Meisterschaft. Mit dem besserem Ende für Bayer.

U17

2:0 gegen BVB - Bayer Leverkusen B-Junioren-Meister

Daniel Rottländer
19. Juni 2016, 16:31 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Über 80 Minuten lieferten sich die B-Junioren von Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen einen packenden Fight um die Deutsche Meisterschaft. Mit dem besserem Ende für Bayer.

Es war ein toller Fußballnachmittag im Stadion "Rote Erde". Im Finale um die B-Junioren-Meisterschaft konnte Bayer Leverkusen den Titelverteidiger Borussia Dortmund mit 2:0 besiegen.

"Was die Mannschaft erreicht hat, das ist nicht selbstverständlich," zeigte sich Markus Anfang, ehemaliger Bundesligaprofi und Trainer von Leverkusen zufrieden. "In der ersten Halbzeit hatten wir kurz den Faden verloren und auch Glück gehabt, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir dann gezeigt, wie wir Fußball spielen wollen."

In der Tat hatte Leverkusen in der ersten Halbzeit große Probleme ins Spiel zu kommen. Der Favorit aus Dortmund nahm von Anfang an das Heft in die Hand und drückte die Leverkusener tief in die eigene Hälfte. Doch die Offensive um Emre Sabri Aydinel und Gabriel Kyeremateng lies auch beste Chancen ungenutzt und scheiterte des öfteren an Leverkusens Nummer eins Marian Prinz.

"In der ersten Halbzeit müssen wir unsere guten Phasen viel besser nutzen und in Führung gehen," fasste Benjamin Hoffmann, Trainer der Dortmunder, die Leistung seiner Jungs sichtlich enttäuscht zusammen. "Es ist natürlich eine große Enttäuschung und überschattet die eigentlich starke Saison, die wir gespielt haben."

In der zweiten Halbzeit konnten sich die Leverkusener besser auf das Spiel der Dortmunder einstellen. Mit fortlaufender Spielzeit konnte sich auch die Leverkusener Offensive besser in Szene setzen und ging folgerichtig in der 60. Minute nach einem tollen Spielzug durch Kai Havertz in Führung. "Ein fantastischer Spielzug," sagte Anfang. "Eines Finales würdig, da sah man das ganze Potential der Jungs."

In der Folge versuchte der BVB die Partie noch zu drehen, konnte offensiv aber keine wirklichen Akzente mehr setzen. Anders die Leverkusener: Den nun aufkommenden Platz nutzten die Leverkusener für Konter. Einer davon sorgte in der dritten Minute der Nachspielzeit für die Entscheidung. Nach einer Dortmunder Ecke konterten die Leverkusener über Kai Havertz und Chinedu Ekene, der für Jacob Bednarczyk zum 2:0 auflegte.

"Ein klasse Spiel wenn man bedenkt, dass das nur U17-Spieler sind," fand Leverkusens ehemaliger Sportdirektor Wolfgang Holzhäuser. Auch BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc sowie die ehemaligen Profis Sebastian Kehl und Simon Rolfes waren unter den Zuschauern.

Autor: Daniel Rottländer

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