In der DFB-Offensive hapert es an Geschwindigkeit, Dribblings, kluge Laufwege, Entschlossenheit. Fähigkeiten, die Leroy Sané hat. Ein Kommentar.

Kommentar

Löw sollte auf Sané setzen

Daniel Berg
18. Juni 2016, 21:54 Uhr
Foto: firo

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In der DFB-Offensive hapert es an Geschwindigkeit, Dribblings, kluge Laufwege, Entschlossenheit. Fähigkeiten, die Leroy Sané hat. Ein Kommentar.

Die Aufregung ist enorm – und zum jetzigen Zeitpunkt übertrieben. Die deutsche Mannschaft hat gegen sehr starke Polen ein Unentschieden produziert. Das ist nichts, was die Fußball-Nation an den Rand der Verzweiflung bringen sollte. Vor allem auch deshalb, weil die Vergangenheit gezeigt hat, dass selbst spätere Titelträger schleppend in ein Turnier gestartet sind. Bestes Beispiel: die Nationalelf bei der WM 2014. Gegen Ghana gab es nur ein 2:2 in der Vorrunde, und im Achtelfinale wäre gegen Algerien ebenfalls beinahe alles schon vorbei gewesen. Nur wenige Zentimeter fehlten. Der Ausgang der Geschichte ist bekannt.

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Und dennoch müssen bessere Leistungen her. Der Bundestrainer hat offengelegt, woran es in der Offensive hapert: Geschwindigkeit, Dribblings, kluge Laufwege, Entschlossenheit. Fähigkeiten, die zum Beispiel Leroy Sané mitbringt.

Aber Löw wechselte den Schalker – ebenso wie dessen junge Kollegen Weigl und Kimmich – bislang nicht einmal ein, verwies stattdessen darauf, dass der Druck in der Nationalelf sehr groß sei. Das mag stimmen. Aber er selbst hat die Jungs für gut befunden und für die EM nominiert. Alle drei haben in ihren Vereinen schon ausreichend oft große Drucksituationen bewältigt.

Gegen die Polen wirkte die Mannschaft wie eine Ansammlung guter, routinierter Fußballer, denen neue Impulse gut täten. Gerade Sané könnte diese in der Offensive liefern – und sei es nur als Einwechselspieler. Der Bundestrainer hat für das Spiel gegen Nordirland Veränderungen angekündigt. Welche das sein werden, ließ er offen. Es dürfen gern mutige sein.

Autor: Daniel Berg

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