Der SV Wanne 11 startete in die neue Saison mit der Marschroute, alles besser machen zu wollen. Mit Erfolg, bisher. Am zweiten Spieltag sprang für die Elf von Trainer Roger Petzke ein 2:0 gegen ein völlig verunsichertes Team des SV Gelsenkirchen-Hessler 06 heraus. Das sich der Gegner, in der vergangenen Spielzeit lange Zeit eines der Spitzenteams, die erste Torchance in der 51. Minute herausspielte, spiegelt den Verlauf der Partie deutlicher wider als das Endergebnis. [i]Ein Ortstermin[/i]

Bezirksliga 13: Wanne 11 bleibt nach dem Sieg über Hessler 06 in der Erfolgsspur

Selbstbewusstsein trifft auf Unsicherheit

Desirée Kraczyk
19. August 2007, 22:59 Uhr

Der SV Wanne 11 startete in die neue Saison mit der Marschroute, alles besser machen zu wollen. Mit Erfolg, bisher. Am zweiten Spieltag sprang für die Elf von Trainer Roger Petzke ein 2:0 gegen ein völlig verunsichertes Team des SV Gelsenkirchen-Hessler 06 heraus. Das sich der Gegner, in der vergangenen Spielzeit lange Zeit eines der Spitzenteams, die erste Torchance in der 51. Minute herausspielte, spiegelt den Verlauf der Partie deutlicher wider als das Endergebnis. [i]Ein Ortstermin[/i]

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/165-4210_preview.jpeg Wannes Zugang Daniel Braun (l.) gegen Michael Schindowski. (RS-Foto: Kraczyk)[/imgbox]„Im Spiel ohne Ball waren wir mangelhaft“, gab ein enttäuschter Wolfgang Heil, Coach von Hessler 06, zu Protokoll. Dies war aber nicht die alleinige Schwäche des Gegners. Wanne 11 agierte von der ersten Spielminute an überlegen und übte viel Druck aus. Bereits nach einer Zeigerumdrehung hätte es 1:0 stehen können, aber René Giertulla konnte seine Großchance nicht wirkungsvoll umsetzen. Es sollte nicht die einzige hundertprozentige Möglichkeit bleiben. „Wir haben uns sehr viele Chancen herausgespielt, aber mit der Verwertung hatten wir heute ein eindeutiges Problem“, betonte der Wanner Coach Roger Petzke.

In der achten Minute hatten die Platzherren dann aber Erfolg. René Körner stand nach dem Eckstoß von Patrick Herbst an der richtigen Stelle und köpfte den Ball zum 1:0 ins Netz - sein zweiter Treffer in dieser Saison. Nach dem richtungweisenden Beginn wurde die Partie etwas ruhiger und verlagerte sich zunehmend ins Mittelfeld. In der 34. Minute vergab der Torschütze die Gelegenheit zu erhöhen. Ersan Kaya blieb wenig später ebenso ungefährlich. Helge Ide, Torhüter der Wanner, wurde in der ersten Halbzeit kein einziges Mal gefährdet, Hessler kam nicht über die Strafraumgrenze hinaus. „Geht die erste Aktion schief, so zieht sich das wie ein roter Faden durch das Spiel der Jungs“, resümierte Gäste-Coach Heil.

Nach Wiederanpfiff wurde die Begegnung unruhiger. Die Fouls auf beiden Seiten häuften sich und damit auch die Anzahl der gelben Karten. Hesslers Marcel Müller, der sich im gesamten Match immer wieder ins Spiel der Wanner einschaltete, konnte aus einer guten Freistoß-Position nicht Profit schlagen. So blieb es dem Heimteam in der 66. Minute vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. Giertulla glänzte erneut als Vorbereiter, diesmal für Kaya. Im Schlussdrittel hätten die Wanner die Tordifferenz noch weiter ausbauen können. Sie waren dem 3:0 näher, als Hessler dem Anschlusstreffer. Gästetorhüter Ajdin Mehmedagic verhinderte außerdem durch einige Paraden eine deutlich höhere Niederlage. Die letzte nennenswerte Aktion war der Platzverweis von Wannes Serhat Hakan nach wiederholtem Foulspiel.

„Wir müssen unsere Durststrecke irgendwie überwinden, aber mit einem 13 Mann Kader ist das derzeit schwierig. Die Jungs brauchen ein Erfolgserlebnis, wenn nötig in einem Freundschaftsspiel“, hofft Heil auf Besserung.

Sein Trainerkollege Petzke hat nach dem erfolgreichen Saisonbeginn dagegen Grund zur Freude und kann sich über fehlende Motivation seiner Elf nicht beschweren: „Das Team ist heiß und gut drauf. Letzte Woche waren wir noch eine Klasse besser, aber heute haben wir dafür zu null gespielt.“

Autor: Desirée Kraczyk

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