Monatelang musste der Duisburger Mittelfeldspieler wegen seiner Hüftprobleme zusehen. In wenigen Tagen beginnt eine neue Zeitrechnung. „Dauschi“ ist fit und hofft auf die Rückkehr zur alten Stärke.

MSV Duisburg

Dausch will nach langer Pause wieder angreifen

Thomas Tartemann
18. Juni 2016, 12:47 Uhr
Foto: firo

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Monatelang musste der Duisburger Mittelfeldspieler wegen seiner Hüftprobleme zusehen. In wenigen Tagen beginnt eine neue Zeitrechnung. „Dauschi“ ist fit und hofft auf die Rückkehr zur alten Stärke.

Als Martin Dausch im Januar 2015 vom Fußball-Zweitligisten Union Berlin nach Duisburg gelockt wurde, da verzichtete der Mittelfeldspieler nach eigener Aussage auf Geld. Für „Dauschi“ war nicht der finanzielle Aspekt ausschlaggebend für den Wechsel in den Ruhrpott, sondern die Perspektive.

Der Plan ging letztlich für alle Beteiligten auf: Martin Dausch entpuppte sich sofort als Volltreffer. In 16 Spielen schoss der Blondschopf fünf Tore, leistete fünf Vorlagen und war somit das fehlende Puzzleteil zur Zweitliga-Rückkehr des MSV Duisburg. Doch die Früchte konnte der zweifache Familienvater danach nicht ernten. In der 2. Liga brachte er es verletzungsbedingt nur auf zwölf Partien und fiel nach seiner Hüftoperation im Februar monatelang aus.

Ich habe seit dem 2. Spieltag in Bochum mit permanenten Schmerzen gespielt
Martin Dausch

„Das war keine schöne Zeit. Ich habe seit dem 2. Spieltag in Bochum mit permanenten Schmerzen gespielt“, blickt der Dampfmacher zurück, „ich bin seit dem letzten Montag von den Ärzten wieder gesundgeschrieben, habe auf Urlaub komplett verzichtet und stattdessen ein Kraft- und Laufprogramm durchgezogen. Wenn wir am 25. Juni mit dem Training anfangen, will ich fit sein.“

Mit einem gesunden Dausch, der an seine starke Form aus seinem ersten Halbjahr bei den Zebras anknüpft, hätten die Zebras gute Karten, wieder eine dominante Position in der 3. Liga einzunehmen. „Ich möchte wieder in die Rolle schlüpfen, die ich schon mal inne hatte. Wichtig ist natürlich, zu 100 Prozent schmerzfrei zu sein“, sagt der Schlüsselspieler. Unter Trainer Ilia Gruev, der seit November 2015 die Zügel bei den Zebras in der Hand hält, hat Martin Dausch noch kein Pflichtspiel bestritten.

Dausch will sich nicht lange in der 3. Liga aufhalten

Zwar war der Mittelfeldmann im Winter-Trainingslager in der Türkei am Start, musste sich da aber schon mit höllischen Schmerzen über die Runden quälen. Was folgte, war die unumgängliche Operation. „Termine zur Kontrolle habe ich nicht mehr. Alles ist gut verlaufen. Ich bin ganz zufrieden“, sagt Dausch, dessen Vertrag noch bis Juni 2017 gilt. Mit dem MSV will er bis dahin allen Frust vergessen lassen und wieder die angenehme Seite des Fußballs erleben. „Wir wollen angreifen“, nimmt der Führungsspieler kein Blatt vor den Mund, „Duisburg gehört in die 2. Liga. Mindestens. Wir wollen uns nicht lange in der 3. Liga aufhalten.“

Den aktuellen Kader, der am Freitag mit der Verpflichtung von Thomas Blomeyer (20/FC Ingolstadt U 23) um einen jungen Verteidiger ergänzt und zuvor mit Abwehrmann Fabio Leutenecker (26/Stuttgarter Kickers) aufgerüstet wurde, stuft Dausch als vielversprechend ein. „Wir haben viele Spieler aus dem Vorjahr gehalten und werden nicht lange brauchen, um uns zu finden“, so der Ex-Aalener. Bei den Fans erwartet Dausch kein wochenlanges Frustschieben nach dem Abstieg. „So wie ich die Duisburger kennengelernt habe, wird die Freude auf die neue Saison relativ schnell kommen. Wir brauchen die Anhänger. Es geht nur gemeinsam.“

Autor: Thomas Tartemann

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