Fußball-Sonderzüge sollen in Zukunft bundesweit rollen. Die Finanzierung muss noch geklärt werden.

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Sonderzüge sollen bald bundesweit rollen

fanzeit
17. Juni 2016, 19:02 Uhr
Foto: WAZ Fotopool

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Fußball-Sonderzüge sollen in Zukunft bundesweit rollen. Die Finanzierung muss noch geklärt werden.

Kein Umsteigen, keine Staus, wenig Polizei – Sonderzüge sind bei Fußballfans äußerst beliebt. Bislang rollten diese innerhalb der Bundesliga jedoch vornehmlich bei Begegnungen innerhalb der Grenzen eines Bundeslandes. Das soll sich künftig ändern.

Wie das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen mitteilt, unterstützt die Innenministerkonferenz einen Vorstoß von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD), Fußball-Sonderzüge künftig auch bundesweit einzusetzen. DFB und DFL sollen sich daran finanziell beteiligen.

Grundsätzliche Bereitschaft, das bundesweit zu etablieren, besteht bei allen Beteiligten
Ralf Jäger

Bislang müssen die Fans mühsam Regionalverbindungen aneinanderreihen oder Sonderzüge auf eigene Verantwortung und Kosten organisieren, wollen sie zu Bundesliga-Spielen in anderen Bundesländern reisen. Mit bundesweiten Sonderzügen würde sich das ändern. Auch die Einsatzstunden der Polizei bei Fußballspielen sollen so verringert und Fahrgäste ohne Fußball-Bezug weniger gestört werden. "Grundsätzliche Bereitschaft, das bundesweit zu etablieren, besteht bei allen Beteiligten", betonte Jäger. Die Umsetzung freilich müsse noch finanziert werden.

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In den Spielzeiten 2013/14 und 2014/15 förderte NRW im Rahmen eines Pilotprojekts bereits den Einsatz von insgesamt 23 länderübergreifenden Fußball-Zusatzzügen. Der DFB unterstützte das Projekt mit 155.000 Euro. "Mit den neuen Fernsehverträgen hat die Liga den erforderlichen finanziellen Spielraum, um ihrer Mitverantwortung für die Sicherheit des Spielbetriebs dauerhaft gerecht zu werden", sagte der Minister.

NRW will daneben auch weiterhin auf die Begleitung der reisenden Fußballanhänger durch Fanbetreuer der Vereine setzen. "Das trägt ebenfalls zu mehr Sicherheit bei", so Jäger. "Die Betreuer sind nah dran an der Fanszene und verfügen über die notwendige Glaubwürdigkeit, um in bestimmten Situationen dazwischen zu gehen."

Autor: fanzeit

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