Überschwänglicher Jubel auf der einen Seite, lange und bedröppelte Gesichter auf der anderen.

Kreisliga A

Schwarz-Weiß Alstaden bleibt drin

Stefan Schweigert
12. Juni 2016, 19:37 Uhr
Foto: Frank Oppitz

Foto: Frank Oppitz

Überschwänglicher Jubel auf der einen Seite, lange und bedröppelte Gesichter auf der anderen.

Im Entscheidungsspiel um den Klassenverbleib in der Kreisliga A setzte sich Schwarz-Weiß Alstaden verdient mit 5:1 (1:0) gegen den Turnerbund Oberhausen. Auf der Sportanlage Concordiastraße wurde es für die rund 500 Zuschauer nach eher überschaubaren 45 Minuten im zweiten Abschnitt wesentlich unterhaltsamer.

Der unterlegenen Mannschaft von Jörg Lieg und Marc Scotti durfte, nein musste man über weite Strecken der Partie ein erhebliches Mentalitätsproblem ankreiden. „Diese mangelhafte Einstellung hat uns schon die ganze Saison über begleitet. Letztlich ist da niemand dabei, der das Format für diese Liga hat“, nahm Scotti nach dem feststehenden Abstieg kein Blatt vor den Mund. Offiziell ist es noch nicht, aber die Tendenz, dass das Trainergerspann an der Mellinghofer Straße weitermacht, geht gegen null. Marino Kotelis stand dagegen die Freude über den Klassenerhalt trotz der obligatorischen Bierdusche ins Gesicht geschrieben. „Wir hatten so viele Nackenschläge bekommen. Die Jungs haben sich heute für den betriebenen Aufwand auf der Zielgeraden endlich auch belohnt“, lobte der SWA-Linienchef seine Schützlinge. Mit Recht. Die Kuhle-Kicker waren im ersten Abschnitt das griffigere, bessere Team. Natürlich spielte den Alstadenern auch das frühe 1:0 optimal in die Karten. Tobias Kemper zirkelte das Leder aus gut 20 Metern mit dem Außenrist sehenswert in den Giebel (13.). Die Führung gab SWA Selbstvertrauen, während der Turnerbund zu sehr mit sich selbst beschäftigt war.

Remmerde verhindert Schlimmeres
Dustin Kaniewski (19.) und Kemper (20.) versuchten es erneut aus der Distanz. Doch Keeper Meik Remmerde verhinderte einen höheren Rückstand. Beim TBO ging kaum etwas nach vorne. Deren Auffälligster in der Offensive, Tim Arendt, brachte nach gut einer halben Stunde den einzigen Abschluss zustande – zu wenig.

Das änderte sich kurz nach dem Wiederanpfiff, als der aufgerückte Innenverteidiger Christian Dörper mit einem Lattenknaller am Ausgleich scheiterte. Turnerbunds Lebenszeichen siechte kurz darauf allerdings erstmal dahin, weil Mirac Yalcin auf 2:0 erhöhte. Christian Rondo Perez zahlte für sein leichtsinniges und überflüssiges Dribbling am eigenen Sechzehner die Zeche. Der ebenfalls zur Pause gekommene Thomas Dziedzic korrigierte den Fauxpas zum Glück zwei Minutern später mit dem 1:2-Anschlusstreffer (55.). TBO bekam nun auch deshalb etwas Oberwasser, weil Christian Porps überhart gegen Arendt einstieg und dafür glatt Rot sah.

SWA-Schnapper Talha Bayram verschätzte sich bei einem verunglückten Flankenversuch von Kolja Herschel und lenkte das Spielgeräte so garade eben noch ans Quergebälk. Kurz darauf stach dann aber Kotelis Joker Tim Dannenberg. Der eingewechselte Stürmer nutzte Remmerdes wahnwitzigen Ausflug durch den Strafraum und vollendete überlegt zum vorentscheidenden 3:1 (71.). Yalcin per feinem Solo-Tänzchen durch die indisponierte TBO-Defensive und Corrado Licra machten ihrem Gegner endgültig den Garaus. Die Ampelkarte gegen Turnerbunds Christoph Arnzten (88.) fand sich in der Statistik wieder.

Autor: Stefan Schweigert

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