Zu dem feststehenden Wechsel von Christoph Kramer zu Borussia Mönchengladbach hat ein Teamkollege von Bayer Leverkusen eine ganz klare Meinung: Sebastian Boenisch.

Bayer Leverkusen

Boenisch lästert über Werksklub

Pascal Biedenweg
09. Juni 2016, 15:36 Uhr
Foto: Tillmann

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Zu dem feststehenden Wechsel von Christoph Kramer zu Borussia Mönchengladbach hat ein Teamkollege von Bayer Leverkusen eine ganz klare Meinung: Sebastian Boenisch.

Was ist denn da in [person=2566]Sebastian Boenisch[/person] gefahren? Nachdem [person=2013]Christoph Kramer[/person] seinen Wechsel von Bayer Leverkusen zu Borussia Mönchengladbach bekanntgegeben hatte, äußerte sich Boenisch alles andere als freundlich über seinen Noch-Arbeitgeber Bayer 04 Leverkusen.

Kramer postete auf Instagram ein Foto aus seinen alten Gladbacher Zeiten - er war von 2013 bis 2015 für zwei Jahre an die Fohlenelf ausgeliehen - und schrieb pathetisch dazu: "Stolzer Blick zurück - volle Kraft nach vorn. Für den Namen, den die Welt so glorreich kennt! Die Seele brennt! #2x3=6" - ein Auszug aus dem bekannten Borussen-Lied "Die Seele brennt", das nach jeder Partie im Borussia-Park zu hören ist. Dass der Weltmeister nach seinen zwei Jahren in Gladbach bereits eng mit dem Klub vom Niederrhein verbunden ist, gab der 25-Jährige bei seiner Vorstellung auch prompt zu Protokoll: "Ich habe gemerkt, dass mir etwas fehlt, das kann ich so offen und ehrlich sagen. Ich habe gemerkt, wie wichtig Herz und Leidenschaft beim Fußball sind, so banal das klingt."

Diese Leidenschaft hat Kramer beim Werksklub aus Leverkusen wohl gefehlt. Einen Sympathisanten hat der gebürtige Solinger dabei: Ex-Schalke-Profi Boenisch meldete sich umgehend zu Wort und kommentierte den Kramer-Post wie folgt: "hahaha gut so junge - Absprung geschafft" - eine klare Breitseite gegen seinen Noch-Arbeitgeber Bayer Leverkusen, denn - der Vertrag des 29-Jährigen, der vor kurzem zum ersten Mal Vater geworden ist, wurde nicht verlängert. Damit ist der gebürtige Pole wohl alles andere als einverstanden. Der Kommentar sorgte schnell für viel Wirbel - Boenisch löschte seinen Post und blockierte die aufgebrachten Bayer-Anhänger auf seiner persönlichen Seite. Der Vorwurf der Fans: Undankbarkeit. Immerhin holte Bayer Boenisch 2012 aus der Arbeitslosigkeit.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/075/818-76885_preview.jpeg Screenshot von Sebastian Boenischs Kommantar unter den Instagram-Eintrag von Christoph Kramer. [/imgbox]

Boenisch spielte insgesamt knapp dreieinhalb Jahre für die Werkself und absolvierte 76 Partien für den Werksklub. Seine Profi-Karriere begann Boenisch auf Schalke, wo er 2006 unter Mirko Slomka debütierte. Im August 2007 wechselte er zu Werder Bremen und schnürte an der Weser 84-mal die Schuhe. Nachdem sein Vertrag bei Werder Bremen nicht verlängert worden war, blieb Boenisch vor der Saison 2012/13 zunächst ohne Verein, bis sich Bayer Leverkusen im Winter 2012 seine Dienste sicherte. In dieser Spielzeit kam der Linksverteidiger, auch auf Grund von Verletzungen, nur auf insgesamt 549 Einsatzminuten. Jetzt also das Ende für Boenisch in Leverkusen. Für ihn war es wohl beides: Ein Ende mit Schrecken und ein Schrecken ohne Ende.

Autor: Pascal Biedenweg

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