Der VfB Homberg ist zurück in der Oberliga. Nach einer

VfB Homberg

Die Landkarten werden wieder eingepackt

Marlon Irlbacher
09. Juni 2016, 04:07 Uhr
Foto: M I C H A E L   K E T Z E R

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Der VfB Homberg ist zurück in der Oberliga. Nach einer "Wahnsinnskonstellation" zeigt sich Sportdirektor Frank Hildebrand "überglücklich". Die Mannschaft soll zusammenbleiben.

"Sehr ordentlich" habe man die ganze Nacht nach dem 4:3-Sieg über den FSV Duisburg durchgefeiert, berichtet Hildebrand. "Wir haben bewusst keine Party geplant, denn das hätte ja Unglück bringen können."

In der Tat wusste man bis zuletzt nicht, wer die Tickets für die Meisterschaft und die Aufstiegsrelegation einlöst. Vor dem letzten Spieltag stand Homberg nur aufgrund des besseren Torverhältnisses vor dem FSV auf Platz Eins. Der 1.FC Kleve lauerte zwei Punkte dahinter auf seine Chance, bei einem Verlierer aus dem Spiel auf den Vize-Rang zu klettern. Da die Klever ihre Pflicht erfüllten und drei Punkte gegen den Duisburger SV holten, fand sich der FSV am Ende auf dem bitteren dritten Tabellenplatz wieder - Homberg wurde Meister.

Manchmal mussten wir auf der Landkarte erst einmal die Vereine aus der Landesliga suchen. Das wird jetzt in der Oberliga, unserem gewohnten Umfeld, wieder anders sein
Frank Hildebrandt, Sportdirektor (VfB Homberg)

"Bis zur 70. Minute war ja überhaupt nicht mehr klar, dass wir noch Meister werden würden. Schließlich lagen wir bis zu diesem Zeitpunkt mit 2:3 zurück. Da habe ich mir die schlimmsten Szenarien ausgemahlt", berichtet Hildebrandt. Man stehe draußen und könne "überhaupt nichts machen". Als man das Spiel dann gedreht hatte, seien die Glücksgefühle über die Rückkehr in die Oberliga "einfach unglaublich erleichternd" gewesen. "Manchmal mussten wir auf der Landkarte erst einmal die Vereine aus der Landesliga suchen. Das wird jetzt in der Oberliga, unserem gewohnten Umfeld, wieder anders sein", zeigt er sich sehr erleichtert.

Für den FSV Duisburg habe er "sehr viel Mitleid" und "großes Lob für eine tolle Saison" über. Er könne sich vorstellen, wie man sich in Duisburg gefühlt habe, glaube aber an eine "starke Stehauf-Mentalität" des FSV.

Nach den Feierlichkeiten beschäftigte man sich beim VfB Homberg aber schnell mit den Planungen für die kommende Oberliga-Saison, in der man der Mannschaft "keinen Druck" machen wolle. "Wir haben in dieser Saison gesagt: Natürlich wollen wir aufsteigen, wir müssen aber nicht. Mit dieser Philosophie werden wir auch in die nächste Saison gehen, um der Mannschaft keinen Druck zu machen ", bekräftigt der Sportdirektor.

Der Kern der Mannschaft werde zusammenbleiben und einzig punktuell verstärkt. "Im letzten Jahr, als wir aus der Oberliga abgestiegen sind, haben wir alles geändert. Nur sechs Spieler sind uns am Ende geblieben. Selbst die "Physios" wurden ausgetauscht und alles musste einen Neuanfang nehmen. Nun sind wir bestens aufgestellt und wollen mit der geschaffenen Basis in die Oberliga zurückgehen und vertrauen unseren Aufsteigern", erklärt er selbstbewusst.

Letztlich werde man mit 23 Mann in die neue Saison starten und alles geben, um dort zu bleiben. Sonst muss man im PCC-Stadion bald wieder die Landkarten ausrollen - Und darauf haben Hildebrandt und die Verantwortlichen des VfB Homberg sicher keine Lust.

Autor: Marlon Irlbacher

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