Beim KFC Uerdingen kam es in der Vergangenheit immer wieder mal zu unsauberen Trennungen zwischen Verein und Trainer oder Spieler. Jetzt wird ein neues Kapitel eröffnet.

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Spieler kontern Sondertraining mit Krankenscheinen

Krystian Wozniak
07. Juni 2016, 16:30 Uhr
Foto: Ketzer

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Beim KFC Uerdingen kam es in der Vergangenheit immer wieder mal zu unsauberen Trennungen zwischen Verein und Trainer oder Spieler. Jetzt wird ein neues Kapitel eröffnet.

Wie RevierSport erfuhr, sollten die Spieler Jerome Manca (VfB Homberg), Silvio Pagano, der in seiner Heimatstadt zum Wuppertaler SV zurückkehren wird, Darko Anic und Mohammadou Idrissou (beide Ziel unbekannt) - Ex-Bundesligaprofi Idrissou (unter anderem SC Freiburg, Hannover 96 und 1. FC Kaiserslautern) ist noch bis zum 30. Juni 2017 an den Verein gebunden, spielt in den Planungen des neuen Uerdinger Trainers Andre Pawlak (zuletzt Sport- und Spielvereinigung Velbert) aber keine Rolle mehr - den kompletten Juni ein Sondertraining absolvieren. Die Reaktion der vier Akteure: Das Quartett reichte jeweils einen Krankenschein auf der Geschäftsstelle ein. "Jeder Spieler hat Pflichten, die im Vertrag fixiert sind. Die Spieler bekommen ja für den Juni auch noch ein Gehalt. Deshalb finde ich daran nichts verwerfliches, wenn sie im Juni auch einen Arbeitsnachweis liefern. Aber jetzt sind sie krank geschrieben, deshalb hat sich das wohl erledigt. Wenn jemand einen Krankenschein einreicht, dann ist der Verein erst einmal machtlos. Das müssen wir akzeptieren", sagt Nikolas Weinhart, Geschäftsführer des KFC Uerdingen.

Die "bestraften" Spieler hatten das Sondertraining kurz vor dem Vertragsende als reine Schikane bezeichnet. Über eine saubere Trennung mit dem Verein hätten sie sich gefreut. Da dies nicht möglich war, griffen sie eben zu anderen Mitteln, um sich gegen den Arbeitsnachweis zu wehren.

Autor: Krystian Wozniak

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