In einem unglaublich intensiven Spiel hat der FC Kleve mit einem Last-Minute-Treffer gegen den Duisburger SV die Aufstiegsrelegation erreicht.

FC Kleve

"Ein kleiner Fußballgott war uns hold"

Marlon Irlbacher
06. Juni 2016, 14:52 Uhr

In einem unglaublich intensiven Spiel hat der FC Kleve mit einem Last-Minute-Treffer gegen den Duisburger SV die Aufstiegsrelegation erreicht.

"Wenn man in der 92.Minute den Siegtreffer erzielt, muss da schon ein bisschen Glück dabei gewesen sein", meint Thomas von Kuczkowski, Trainer des FC Kleve. Vor dem Spiel hatte er bereits gesagt "Wir brauchen für das Spiel gegen Duisburg einen Fußballgott"- Und behielt Recht.

Erst in der 92. Minute erzielte Pierre Wetzels den erlösenden Siegtreffer für die Schwanenstädter. " Da sind natürlich alle explodiert", berichtet von Kuczkowski. "Die Jungs" haben den Sieg "ausgiebig gefeiert", aber der Coach des FC Kleve habe sofort Telefonate geführt und eine ausführliche Analyse des Relegationsgegners aus Cronenberg eingeleitet.

Wir haben im letzten Jahr den "Holzpokal" geholt und kennen das Gefühl, so knapp zu scheitern. Es tut mir unglaublich leid, da die Duisburger eine tolle Truppe haben und wirklich eine starke Saison gespielt haben, aber jetzt schauen wir natürlich auf uns
Thomas von Kuczkowski (1.FC Kleve)

Man wolle auf den Cronenberger SC "bis ins letzte Detail" vorbereitet sein. "Als Trainer habe ich nach dem Spiel sofort wieder die Arbeit aufgenommen, damit wir auf Mittwoch vorbereitet sind. Sollte uns der Coup gelingen, werde ich natürlich auch mal etwas tiefer ins Glas schauen", gibt er verschmitzt zu.

Die Spieler des FC Kleve werden die kurze Vorbereitungsphase überwiegend in der Eistonne verbringen und regenerieren, "damit man die letzten Kräfte mobilisieren kann", berichtet von Kuczkowski. Durch den späten Siegtreffer verspricht er sich natürlich einen psychologischen Vorteil , doch sieht darin nicht den einzigen. "Von Wuppertal bis Kleve sind es 120 Kilometer. Die muss Cronenberg Abends und unter der Woche zurücklegen - das kann ein Vorteil sein", ist er sich sicher. Außerdem stelle seine Mannschaft das beste Heimteam der Liga und müsse sich vor niemandem verstecken.

Lobende Worte findet von Kuczkowski auch für den Kontrahenten vom FSV Duisburg, der durch das Last-Minute Tor der Klever in aller letzter Sekunde die Relegation verpasst hat. "Wir haben im letzten Jahr den "Holzpokal" geholt und kennen das Gefühl, so knapp zu scheitern. Es tut mir unglaublich leid, da die Duisburger eine tolle Truppe haben und wirklich eine starke Saison gespielt haben, aber jetzt schauen wir natürlich auf uns".

Am kommenden Mittwoch um 19:30 Uhr muss sich die Elf von Trainer Kuczkowski dann beweisen, wenn der Cronenberger SC zum Hinspiel der Auftiegsrelegation in die Volksbank-Arena kommt. "Am Sonntag war uns ein kleiner Fußballgott hold, den werden wir noch zwei mal benötigen", weiß er ganz genau.

Autor: Marlon Irlbacher

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