Am Samstag trafen sich Vertreter des polnischen Fußballverbandes in Köln mit rund 70 Nachwuchskickern, die eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzen.

Nachwuchs

Polen kämpft gegen Deutschland

Krystian Wozniak
06. Juni 2016, 19:30 Uhr
Foto: Krystian Wozniak

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Am Samstag trafen sich Vertreter des polnischen Fußballverbandes in Köln mit rund 70 Nachwuchskickern, die eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzen.

Das Ziel der Funktionäre: Die jungen Spieler, die polnische Wurzeln besitzen, sollen für die U-Mannschaften Polens begeistert werden. "Das ist jetzt das neunte Mal, dass der polnische Verband solch eine Veranstaltung organisiert. Wir haben dank solcher Treffen auch schon Erfolge erzielt", erklärt Stefan Majewski, Nachwuchschef des polnischen Fußballs.

Ins polnische Konsulat in Köln waren Spieler und Spielerinnen aus ganz Deutschland angereist, um sich mit den Verantwortlichen des Verbandes zu treffen. "Es ist schön zu sehen, dass sich Polen um uns bemüht. Wir haben alle polnisches Blut und spielen gerne für Polen", sagt Maximilian Funk, U17-Spieler des MSV Duisburg.

Diese Treffen organisieren die Polen, um die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Lukas Podolski, Miroslav Klose oder Piotr Trochowski wurde die Entscheidung bei der Wahl der Nationalmannschaft leicht gemacht, da sich der polnische Verband vor Jahren noch nicht so sehr um die talentierten Migranten bemühte. "Es war eine andere Zeit. Aber seit Jahren sind wir auf dem richtigen Weg. Das zeigen ja auch die Ergebnisse der U-Mannschaften. Da sind wir sehr gut unterwegs", betont Majewski.

Trotz der Bemühungen und des Interesses an den Podolskis von morgen weiß auch Majewski, dass der Kampf gegen den DFB schwer ist: "Wir wissen, dass sich der DFB die Perlen aussucht und da wird es für uns schwer. Die besseren Argumente hat immer noch Deutschland. Sie haben mehr Geld und sind erfolgreicher. Wir wollen aber nichts unversucht lassen." Deshalb auch das Treffen an der Altenburger Mühle in Köln-Marienburg...

Autor: Krystian Wozniak

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