Die letzte Viertelstunde als Trainer des VfB Speldorf konnte Oliver Röder einige Meter abseits des Spielfeldes im Gras sitzend verfolgen.

LL NR 2

VfB Speldorf spaziert zum Klassenerhalt

Marcel Dronia
05. Juni 2016, 18:10 Uhr
Foto: Jörg Schimmel

Foto: Jörg Schimmel

Die letzte Viertelstunde als Trainer des VfB Speldorf konnte Oliver Röder einige Meter abseits des Spielfeldes im Gras sitzend verfolgen.

Seine Mannschaft hatte den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga zu diesem Zeitpunkt längst eingetütet. Während seine Elf auf dem Spielfeld das 5:0 (3:0) gegen den schwachen SV Sonsbeck einfuhr, ließ der Coach bereits die Vergangenheit Revue passieren.

„Ich konnte mich heute erstmals frühzeitig darauf verlassen, dass nichts mehr schiefgeht“, sagte Röder nach dem Schlusspfiff. Der Klassenerhalt sei aus seiner Sicht verdient. „Wir haben heute alles abgerufen, was wir können. Es lohnt jetzt nicht, nach hinten zu schauen, es ist nur wichtig, nach Rückschlägen immer wieder aufzustehen. Wenn die Spieler da etwas mitnehmen, habe ich zumindest etwas richtig gemacht“, so Röder.

Kapitän Philipp Bartmann meinte: „Verdient ist der Klassenerhalt auf jeden Fall. Leider haben wir uns in vielen Spielen zu doof angestellt. Eigentlich gehört unsere Mannschaft nicht da unten hin.“

Vor etwa 200 Zuschauern schuf der VfB schnell Klarheit und konnte die Ergebnisse auf den anderen Plätzen gepflegt vernachlässigen. Schon die erste Chance nutzte Alassane Ouédraogo, der per Kopf zum 1:0 traf (8.). Keine Minute später holte Sebastian Leurs den Speldorfer Janis Timm von hinten von den Beinen und sah zurecht die Rote Karte.

Nach einer Viertelstunde legten die Hausherren nach: Michael Andres passte scharf nach innen, wo Lukas Vengels das Leder ins eigene Tor bugsierte. Schon vor der Pause staubte Torjäger Ibrahim Bayraktar zum 3:0 ab, verpasste bei einem Pfostentreffer sogar den vierten Treffer (36.).

Der VfB-Stürmer untermauerte im zweiten Durchgang aber seinen zweiten Platz in der Torjägerliste hinter Hombergs Marcel Kalski (28 Treffer). Gegen zunehmend schwächer werdende und ab der 52. Minute (Schiedsrichterbeleidigung) weiter dezimierte Sonsbecker erzielte Bayraktar auch noch die Tore zum 4:0 und 5:0. Weitere Treffer vergaben sowohl der Torjäger als auch André Panz (56.) und Sebastian Freyni (71.) bei guten Freistößen.

Autor: Marcel Dronia

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