In der Landesliga 2 Niederrhein kämpft der Tabellendritte FC Kleve am letzten Spieltag gegen einen aufkommenden Aufstiegsfluch.

1.FC Kleve

Aufstiegsfluch statt Aufstiegskampf?

Marlon Irlbacher
03. Juni 2016, 09:07 Uhr
Foto: firo

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In der Landesliga 2 Niederrhein kämpft der Tabellendritte FC Kleve am letzten Spieltag gegen einen aufkommenden Aufstiegsfluch.

Der Traum von der Meisterschaft und dem damit verbundenen direkten Aufstieg in die Oberliga Niederrhein ist für den 1.FC Kleve nach der 0:2-Niederlage am 33. Spieltag beim FSV Duisburg geplatzt. Die Klever, die vor dem vergangenen Spieltag noch Tabellenführer waren, belegen nun mit 69 Punkten Rang drei, zwei Zähler hinter dem FSV Duisburg und dem VfB Homberg, die punktgleich die ersten beiden Plätze belegen. Da Homberg und Duisburg am letzten Spieltag direkt aufeinander treffen, ist Platz eins für den FC Kleve nur noch theoretisch möglich. Platz zwei und die damit verbundene Relegation ist nur dann drin, wenn Kleve das eigene Spiel gegen den Duisburger SV am letzten Spieltag gewinnt und es zwischen Homberg und dem FSV einen Verlierer gibt.

"Dennoch haben wir eine tolle Saison gespielt und sind felsenfest davon überzeugt, unser letztes Spiel gegen den Duisburger SV zu gewinnen und zumindest Platz zwei zu erobern", ist sich FC-Coach Thomas von Kuczkowski sicher. Dabei will er nichts von einem "Aufstiegsfluch" wissen, der sich beim FC Kleve seit drei Jahren ein wenig eingeschlichen hat. 2013 beendete der Klub die Saison noch mit 15 Punkten Abstand zu Aufstiegsrang eins, landete aber auf Platz drei. Ebenso wie 2014. Allerdings verpassten die Klever die Aufstiegsrelegation in der Saison denkbar knapp. Der Abstand zu Aufsteiger Krefeld-Fischeln betrug immer noch sieben Punkte. Allerdings landete Kleve nur wegen des schlechteren Torverhältnisses hinter dem Zweiten 1. FC Mönchengladbach.

Daran scheiterte der Aufstieg auch ein Jahr später. Als sie sich 2015 endlich an die Spitze herangeschlichen hatten, folgte der bitterste Schlag. Punktgleich mit Tabellenführer Mönchengladbach mussten die Schwanenstädter als Zweiter in die Relegation. Die schlechtere Tordifferenz von lediglich zwei Treffern machte den ersten Strich in Sachen Aufstieg durch die Rechnung. In der Relegation scheiterte Kleve dann gegen den SC Düsseldorf (0:4) und den FSV Duisburg (0:0).

"Alte Szenarien interessieren uns nicht mehr, wir müssen konzentriert in die letzte Partie gehen und uns auf die eigenen Stärken besinnen. Natürlich wären wir gerne Meister geworden und haben es uns selber zuzuschreiben, dass es jetzt damit nichts wird. Aber ich muss meiner Mannschaft dennoch ein großes Kompliment aussprechen, denn sie arbeitet konstruktiv weiter", gibt sich von Kuczkowski vor dem Saisonfinale weiter kämpferisch.

Sollten die Klever die Relegation noch erreichen, wartet mit dem Cronenberger SC bereits ein anspruchsvoller Gegner aus der Landesliga Gruppe 1 - wenn nicht, wäre es der nächste, ganz große Rückschlag.

Autor: Marlon Irlbacher

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