Die Szenen nach dem Abpfiff hatten ein bisschen was von Franz Beckenbauer nach dem WM-Sieg 1990.

Wattenscheid 09

Erfolgscoach Toku hegt Abschiedsgedanken

Felix Kannengießer
30. Mai 2016, 08:02 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Die Szenen nach dem Abpfiff hatten ein bisschen was von Franz Beckenbauer nach dem WM-Sieg 1990.

In Gedanken versunken und sichtlich berührt schlenderte Farat Toku alleine über den Rasen, während sich die Mannschaft feiern ließ. Und wie einst der Kaiser verdrückte auch Toku die eine oder andere Träne. WAZ-Mitarbeiter Felix Kannengießer hat nachgefragt.

Wie fühlt sich der Pokalsieg an? Toku: Das Gefühl kann man nicht beschreiben. Es ist ein Moment, den Wattenscheid jahrelang nicht erlebt hat und die Krönung dieser Saison. Es macht mich stolz, was jeder Einzelne hier geleistet hat. Der Verein ist jetzt positiv in den Schlagzeilen und sollte das nutzen, um sich mehr Unterstützung ins Boot zu holen. Es bringt ja nichts, wenn jedes Jahr alles wieder wegbricht.

Sie wirken sehr berührt. Ich liebe jeden einzelnen Spieler. Was wir in diesen eineinhalb Jahren geschafft haben, ist unglaublich. Allerdings bin ich auch traurig, dass die Mannschaft, die wir aufgebaut haben, ein Stück weit zerfällt.

Was bedeutet das für Sie? Natürlich bin ich jetzt erst einmal nur froh über den Pokalsieg. Aber man sagt, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Natürlich stelle ich mir als Trainer die Frage: Was kannst du noch erreichen? Ich denke, mit Wattenscheid haben wir mehr als das Optimum rausgeholt. Mit diesem Gedanken müssen wir uns konkret auseinandersetzen.

Autor: Felix Kannengießer

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